Region Salzburg

Koordination und Programmgestaltung

Mag.ª Gertraud Wiener-Schneider
Tel: 0664 / 21 35 961
Mail: gertraud.wiener(at)aon.at

Ort

TAF Besprechungsraum, 5. Stock, Linzergasse 2, Platzl, 5020 Salzburg, jeweils um 19.30 Uhr

Die Teilnahme ist kostenlos, es ist keine Anmeldung erforderlich!
Offene Veranstaltung, auch Gäste (Nicht-ÖAS-Mitglieder) sind herzlich willkommen.

Termine

Dienstag, 23.09.2020

Mag. Helmut Egger:
"Systemische Psychotherapie bei Psychosen mithilfe des Konzeptes „Offener Dialog“"
In diesem Jour Fixe wird der Frage nachgegangen, was die systemische Therapie zur Psychotherapie von Psychosen anzubieten hat. Der Schwerpunkt wird auf der momentan wohl erfolgversprechendsten Vorgangsweise liegen, nämlich dem in Nordfinnland (in der psychiatrischen Regelversorgung!) praktizierten Offenen Dialog. Auch wenn die Frage offenbleiben wird, ob dieser Ansatz auch in der psychiatrischen Versorgung hierzulande implementiert werden könnte, birgt er doch auf jeden Fall hilfreiche Anregungen dafür, wie Psychotherapie auch in akuten psychotischen Krisen gelingen kann.

Zum Referenten:
Klinischer Psychologe und Systemischer Psychotherapeut (ÖAS C11 in Salzburg). Langjährige Arbeit im extramuralen psychiatrischen Bereich in Oberösterreich (Linz), aktuell in eigener Praxis in Salzburg und in Vöcklabruck als angestellter Psychotherapeut (im Verein PROGES) tätig.


Mittwoch, 17.11.2020

Mag. Gudrun Hagen:
"Vorstellung der Frauenberatungsstelle Frauentreffpunkt Salzburg"
Die Frauenberatungsstelle Frauentreffpunkt in Salzburg bietet Frauen Beratung in psychosozialen, psychologischen und rechtlichen Belangen (Trennung, Scheidung) mit dem Ziel der Chancengleichheit und Selbstbestimmung von Frauen. In therapeutischer Hinsicht werden systemische Ansätze im ganzheitlichen frauenspezifischen Kontext angeboten. Der Frauentreffpunkt möchte hier gegenläufig der aktuellen Tendenz zur immer engeren Spezialisierung von Einrichtungen Lebenslagen ganzheitlich erfassen. Therapeutische, sozialarbeiterische Arbeit und rechtliche Abklärung verläuft wo notwendig, parallel und greift auf die Stärken der multiprofessionellen Institution zurück.
Der frauenspezifischer Ansatz berücksichtigt die Frauenrolle, geprägt von bestimmten gesellschaftlichen Benachteiligungen und typischen Problemlagen (wie z. B. Frauenarmut, finanzielle Abhängigkeit, Mehrfachbelastung, häufige psychische Erkrankungen wie z. B. Depressionen, Probleme um Schwangerschaft, Wechsel... , Gewalterfahrungen, Traumafolgestörungen, verdeckte Wohnungslosigkeit... ) die sich oft wechselseitig verstärken.
Der Frauentreffpunkt bietet eine enge Verschränkung zwischen materieller Existenzsicherung und psychischer Stabilisierungsarbeit gegen diese Vulnerabilität. Die Arbeit der Beraterinnen ist somit sehr effektiv, Herumgereicht werden zwischen verschiedenen Institutionen wird auf diese Weise vermieden. Ein weiteres Prinzip ist Niederschwelligkeit: kostenlos, auf Wunsch anonym, ohne Vorleistung, was in Krisen rasche Unterstützung ermöglicht.
Die Referentin wird das bewährte und erfolgreiche Konzept dieser Einrichtung und ihre langjährigen Erfahrungen in der Arbeit mit Frauen beim Jour Fixe vorstellen.
Zur Referentin: Psychologin und Systemische Familientherapeutin, ist seit 18 Jahren in der Frauenberatung tätig.