Region Salzburg

Koordination und Programmgestaltung

Mag.ª Elisabeth Berger
+43 664 208 4874
eb(at)elisabeth-berger.com

Ort

TAF Besprechungsraum, 5. Stock, Linzergasse 2, Platzl, 5020 Salzburg, jeweils um 19.30 Uhr

Die Teilnahme ist kostenlos, bitte beachten Sie unbedingt die derzeit vorgeschriebenenen Covid-Schutzmaßnahmen (Anmeldung, Abstand,...) siehe unten!
Offene Veranstaltung, auch Gäste (Nicht-ÖAS-Mitglieder) sind herzlich willkommen.

Termine

Mittwoch, 2. Februar 2022 / 19.30 Uhr

ACHTUNG! Umstellung auf Online-Veranstaltung!
Bitte kurz vor 19.30 den link anklicken um dem Zoom-Meeting beizutreten:
https://us02web.zoom.us/j/85885020549?pwd=dVluenJ5ZEFYa2thOHBDbkc3QytMUT09

Meeting-ID: 858 8502 0549
Kenncode: H25X3Q:

Mag.a  Sigrun Eder:
„Vorhang auf für die SOWAS-Buchreihe“
Manchmal braucht es nicht viel, um mit Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Und manchmal ist es gut, das richtige Buch bei der Hand zu haben. Vor sprachlos machenden, traurigen, herausfordernden, stinkigen und anderen Bäh-Problemen hat Sigrun Eder keine Angst.  Denn aus dem Buch  „Volle Hose“  (2008) ist eine ganze Buchreihe (Verlust durch Tod, Gewalt in der Familie, Schlafhygiene, Einnässen, Einkoten) geworden, die Gesprächsstoff liefert und Kinder und Jugendliche anregt, Lösungen für die eigene Situation zu finden. Und dass sogar ein Bestseller mit „Was brauchst du?“ (2019) dabei ist, zeigt wie aus einer kleinen Idee Großes werden kann. Sigrun Eder präsentiert ihre Lieblingstitel und gemeinsam wird überlegt, wie die Bücher als Co-Therapeut*innen in der Psychotherapie eingesetzt werden können.
Zur Referentin: Klinische und Gesundheitspsychologin sowie Psychotherapeutin an der UK für Kinder- und Jugendpsychiatrie, ÖAS-verbunden (Modul 9 SKJ)

 

Dienstag, 15. März 2022 / 19.30 Uhr
Dr.in Elisabeth Marte & Dr.in Patzak:
„Emoji- das macht ja Spaß!“ - Musterunterbrechung durch schematherapeutische Interventionen im Ambulatorium am Ball (PVBZ) Salzburg in zwei praktischen Beispielen
Psychotherapeutische Interventionen und diagnostisches Arbeiten mit dem Focus auf Emotionsregulation – Vorstellung einer Herangehensweise: 1 Konzept – 2 Umsetzungen

  • AGL - Auf die Gefühle-fertig-los!
  • Se+eC - Schematherapeutisch einzeln + Elterncoaching

Ziel dieser psychotherapeutischen Intervention ist es, den Kindern und Jugendlichen basale Informationen über funktionale und dysfunktionale emotionale Prozesse und Techniken zur unmittelbaren Regulation ihrer Emotionen zu vermitteln. Dadurch kann es ihnen gelingen, Emotionen in spezifischen Situationen wahrzunehmen und sie so zu steuern, dass diese nicht musterhaft in ein symptomatisches Verhalten münden.
Das Konzept basiert auf Schematherapeutischen Annahmen (Loose, Graaf & Zarbock, 2013, Weinheim: Beltz). Die Schematherapie (ST) nach J.E. Young bezieht als eine Ergänzung und Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie besonders die Emotionen, aber auch entwicklungspsychologische Gesichtspunkte zentral in ihre diagnostischen und therapeutischen Überlegungen mit ein. Daher scheint die ST auch vor allem im Bereich der Kinder- und Jugendlichentherapie besonders geeignet, um handlungsleitende, diagnostische und therapeutische Konzepte zu generieren.
Bei der Vorstellung dieser Gruppe/ Intervention werden neben dem theoretischen Input auch die praktische Herangehensweise (Videos und Übungen) demonstriert und lebendig gemacht.
Auch werden wir das Behandlungskonzept des Ambulatoriums kurz vorstellen und freuen uns auf Austausch und Vernetzung.
Zu den Referentinnen: Dr.in Elisabeth Marte, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und psychotherapeutische Medizin, Psychotherapeutin (System. Familientherapie)
Dr.in Claudia Patzak: Klinische und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie)


Mittwoch, 4. Mai 2022 / 19.30 Uhr – österreichweit ONLINE via zoom
- link folgt -
Dr. Jan Gysi:
„Dissoziative Identitätsstörung“  Diagnostik nach ICD-11 und Therapieempfehlungen
Die dissoziative Identitätsstörung (DIS) wurde 2019 von der WHO im ICD-11 als neue Störung aufgenommen und ersetzte das veraltete Konzept der Multiplen Persönlichkeit. In der ICD-11 wird die DIS präzise beschrieben, mit wichtigen Anforderungen für die präzise Diagnostik. Neu müssen Persönlichkeitszuständen diagnostiziert werden, welche die exekutive Kontrolle übernehmen können. In der Praxis gestaltet sich die Diagnostik aber herausfordernd, speziell in der Unterscheidung von Schizophrenie, Borderline-Störung, ADHS und der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung. Zudem gilt es falsch positive Diagnosen zu vermeiden und Fälle mit imitierter DIS zu erkennen. In diesem Vortrag wird das Konzept der DIS basierend auf der ICD-11 vorgestellt, mit Hinweisen auf die wichtigsten differentialdiagnostischen Abgrenzungen und den wesentlichsten therapeutischen Schritte bei Verdacht auf DIS.
Dr. med. Jan Gysi ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in Bern. Neben seiner klinischen Arbeit arbeitet er als Supervisor und Leiter von Seminaren und Workshops zu Traumafolgestörungen. Er ist Autor des Buchs «Diagnostik von Traumafolgestörungen», Hogrefe Verlag Bern/Göttingen (2020). Homepage: https://www.jangysi.ch

 

Dienstag, 30. Mai 202 2/ 19.30 Uhr
Dr.in Carmen Unterholzer:
Buchpräsentation „Selbstwirksam schreiben“
Nach dem Fachbuch „Es lohnt sich, einen Stift zu haben“  ist nun „Selbstwirksam schreiben“ – ein „Fachbuch für jede/n“ erschienen. Anwendungsorientiert mit vielen Schreibideen wendet sich das Buch an Leserinnen und Leser, die sich schreibend verändern wollen. Denn: Schreiben hilft bei Veränderungs- und Bewältigungsprozessen. Indem wir schreibend Gedanken ordnen, Zusammenhänge klären, gelangen wir zu neuen Einsichten. Wir gewinnen Abstand, wir durchbrechen destruktive Muster. Diese Prozesse unterstützt das Buch. Es hilft, klarer, besser und vielleicht auch anders zu sehen. Ein Buch für Menschen, die sich intensiv mit sich selbst beschäftigen wollen.
Zur Autorin: Dr.in Carmen Unterholzer, Psychotherapeutin (Systemische Einzel-, Paar-, Familien- und Gruppentherapie), Lehrtherapeutin für systemische Familientherapie in der ÖAS, Weiterbildung in Poesie- und Bibliotherapieund Hypnotherapie (nach Milton H. Erickson), Lehrtätigkeit an den Universitäten Innsbruck und Klagenfurt. Vortragstätigkeit, Coaching und Supervision im Bildungs- und Sozialbereich, Autorin zahlreicher Fachartikel u. Bücher.      

Mittwoch, 28. September 2022 / 19:30
Mag.a Gertraud Wiener Schneider:
"Leonie heißt jetzt Max. Nik ist viel mehr als … " Therapeutische Begleitung gender-nonkonform empfindender Jugendlicher und deren Familien und Bezugssysteme
In den vergangenen Jahren sind die Zahlen bei Jugendlichen, welche ihre Geschlechtsidentität hinterfragen, rapide gestiegen. Manche von ihnen fühlen sich in ihrem biologischen Geschlecht nicht wohl fühlen, lehnen es sogar ablehnen und sind dadurch psychisch enorm belastet.
In diesem jour fixe wird den Fragen nachgegangen, inwieweit „trans“ oder genderfluid zu sein als Teil der Jugendkultur betrachtet werden kann, ob es ein infrage stellen des vorherrschenden heteronormativen gesellschaftlichen Diskurses ist und ab wann von Geschlechtsidentitätsstörung bei Jugendlichen gesprochen werden kann und soll. Der Vortrag soll Orientierung über Begrifflichkeiten, Diagnosen und den empfohlenen Leitlinien für den Behandlungsprozess bei Geschlechtsdysphorie bzw. Transsexualismus im Jugendalter geben. Neben theoretischen Inputs wird Einblick in therapeutische Überlegungen und in die therapeutische Begleitung von betroffenen Jugendlichen gegeben.
Zur Referentin: Mag.a Gertraud Wiener-Schneider ist Systemische Familientherapeutin, Klinische und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin und Supervisorin in Freier Praxis in Salzburg und Lehrtherapeutin an der ÖAS


Mittwoch, 9. November 2022 / 19.30 Uhr
Mag.a Gudrun Eva Hagen:
„Der ganzheitlicher Ansatz in der Frauenberatung  am Beispiel von Trennungen“  
Gudrun Eva Hagen stellt das Konzept und Angebot der Beratungsstelle „Frauentreffpunkt Salzburg“ vor. Das Kernstück der Beratung ist die  ganzheitliche Erfassung der Lebenssituation der Betroffenen, sowie die Beleuchtung von frauenspezifischen Aspekten und Bedürfnissen, die sich biographisch ergeben. Gudrun Hagen wird  speziell auf Trennungssituationen eingehen, wenn Kindern mit betroffen sind.  Das komplexe Thema „Trennung“ umfasst juristische (Scheidung, Vermögen, Obsorge, Unterhalt), sozialarbeiterische (Beratung zum Thema Wohnen oder Existenzsicherung), sowie  therapeutische  Fragen und wird aus systemischer Sicht beleuchtet. An diesem Abend sind alle Therapeut:innen, die betroffenen Frauen  eine Empfehlung für eine Anlaufstelle bieten wollen, eingeladen, spezielle Fragen zum Angebot des multiprofessionellen Teams des Frauenzentrums zu stellen.
Zur Referentin: Mag.a Gudrun Eva Hagen ist Psychotherapeutin (Systemische Familientherapie) und arbeitet seit 20 Jahren bei der Frauenberatungsstelle „Frauentreffpunkt“ in Salzburg www.frauentreffpunkt.at, sie ist Mutter von zwei Kindern.