"Wir Systemiker:innen reden eh gerne mit allen..." - Herausforderungen der therapeutischen Arbeit in Institutionen

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Therapie wird oft als geschützter Raum gesehen: auf Grund der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht dringt nichts hinaus und Interventionen aus dem „Außen“ werden oft als störend erlebt. Wobei – wir Systemiker:innen schauen uns ja gerne um, wer noch da ist.
In der Begleitung von Menschen im Rahmen eines institutionellen Kontextes finden wir über die Angehörigen hinaus zumeist weitere Systempartner:innen und relevante Umwelten vor. Als angestellte Therapeut:innen sind wir selbst Teil der betreuenden Institution, als Honorarkraft begegnen uns und unseren Klient:innen unterschiedliche professionelle Fachkräfte, die Aufträge und Anliegen formulieren und Vernetzung wünschen. Welche Herausforderungen ergeben sich daraus und wie gelingt es uns, hilfreich zu bleiben?
Im Mittelpunkt des Seminars stehen folgende Inhalte

  • Welche Besonderheiten in der therapeutischen Arbeit ergeben sich im institutionellen Kontext?
  • Wie machen wir uns als Systemiker:innen mit unserer Haltung und unserer Sprache gegenüber anderen Professionist:innen innerhalb einer Institution verständlich?
  • Wann und in welcher Form ist „therapeutische Schnittstellenarbeit“ sinnvoll?
  • Welche rechtlichen Aspekte sind u.a. in Bezug auf Verschwiegenheit im Rahmen institutioneller Zusammenarbeit zu beachten?

Neben theoretischen Inputs und auch rechtlichen Überlegungen werden anhand von Beispielen aus der Praxis der Referentin und der Teilnehmenden Herausforderungen, Chancen und Risiken sowie konkrete Vorgehensweisen illustriert und gemeinsam erarbeitet.

Danielle Arn-Stieger
Psychotherapeutin (Systemische Familientherapie), Supervisorin (ÖVS), Lehrtherapeutin der ÖAS, Diplomsozialarbeiterin, Klinische- und Gesundheitspsychologin

Ort ÖAS Wien
Datum 26.-27.04.2024 , 15 Einheiten (à 45 min) Fr 17.00 – 21.00 Uhr, Sa 9.00 – 18.30 Uhr
Kosten

€ 215,- für ÖAS-Student:innen
€ 230,- für ÖAS-Mitglieder
€ 250,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS