Systemische Therapie mit Patient*innen und Angehörigen mit psychosomatischen Beschwerden

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Oft werden für körperliche Krankheitssymptome keine ausreichenden, medizinischen Ursachen gefunden. Dennoch ist/fühlt sich die Person krank und leidet u.U. unter wiederkehrenden Schmerzen, Müdigkeit, Herzrasen, Schwindel, Verdauungsstörungen oder Tinnitus. Der Hausarzt diagnostiziert eine „funktionale Störung“ und verweist die Personen – wenn die Symptome nicht ohnedies von alleine weggehen und somit hartnäckig sind - dann oftmals an eine Psychotherapie. Viele Patient*innen fühlen sich wegen der Überweisung in Psychotherapie missverstanden und verorten den Vorwurf, dass sie sich die Krankheit nur einbilden würden und wagen sich daher aus Scham oder aus Angst nicht in die psychotherapeutische Praxis. Krebs oder andere, schwere körperliche Erkrankungen hingegen sind klar medizinisch diagnostizierbar. Aber auch bei diesen Menschen wäre eine begleitende Psychotherapie indiziert. Stoßt aber ebenfalls oft auf Widerstand der betroffenen Personen. Dabei wäre eine psychotherapeutische Betreuung nicht nur für die seelische, sondern auch medizinische Betreuung im Sinne der Compliance sowie der psychiatrischen Folgewirkungen extrem wichtig.

Das Seminar, dass nicht nur für die Arbeit, sondern ev. auch für Jede/en von uns persönlich interessant sein könnte,  soll einen Überblick über das Thema, die Entwicklung der Psychosomatik, der Idee der Organsprache etc. bieten, aber letztlich die systemische Familienmedizin, das individuelle Gesundheitsbild, unsere systemische Haltung zu Erkrankungen und unterschiedliche systemische Interventionen vorstellen und üben, um mit somatisch erkrankten Personen psychotherapeutisch arbeiten zu können.

Andreas Höher
Klinischer und Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut (Systemische Familientherapie), Lehrtherapeut der ÖAS

Ort ÖAS
Datum 03.-04.02.2023 , 15 Einheiten (à 45 min) Fr 17.00 – 21.00 Uhr, Sa 9.00 – 18.30 Uhr
Kosten

€ 200,- für ÖAS-Student*innen
€ 215,- für ÖAS-Mitglieder
€ 230,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS