Nachruf

26.11.2020

Mary M. Gergen

1938 - 2020

 

Sie war eine singuläre Person. So besonders wie sie besonders war, war Niemand sonst in meinem Leben.

Eine Gender – Leaderin, die sich ihrem Mann, dem berühmten Ken Gergen, unterordnete, und es als gleichrangige Beiordnung verstand. Sie machte dabei keinen Aufruhr und beeinflusste gleichzeitig viele Frauen auf der ganzen Welt.

Sie hatte ein spitze Zunge und sehr viel Ironie, und sie konnte und wollte begeistern: Wenn sie nicht gewesen wäre, die mich damals zu meinen autoethnografischen Analysen im Zusammenleben mit meinen Flüchtlingen animiert hätte, dann wäre der Kulturdialog an der ÖAS auch nicht entstanden. Ich schrieb 2 Jahre lang an meinen englischen Notizen, welches dann online Buch im Taos institute erschien. www.taosinstitute.net

Wo sie war, ermunterte und vernetzte sie Menschen aus aller Welt. Sie war die reflexive Gastgeberin, die sich Tom Andersen und Harry Goolishian gewünscht hätten. Mit Harlene Anderson und 3 weiteren Personen gemeinsam gründete sie das „Taos Institute“, welches globalisiert therapeutisches und akademisches Wissen vernetzt.

Sie war – wie die Frauen ja so oft – kurz und bündig, und dabei hatte sie alles gesagt.

verfasst von Doz.in Dr.in Corina Ahlers

Nachruf