Brigitte
Hackenberg
Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie, Fachärztin
für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapeutin
Helmut Jelem
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin,
Psychotherapeut
Theorieseminar in 2 Blöcken:
Kinder-, Jugendlichen- und Erwachsenenpsychiatrie
aus systemischer Sicht
Psychiatrisches Denken und Handeln basiert auf durchaus nützlichen
Konstrukten, dem biopsychosozialen Krankheitsmodell in der Erwachsenenpsychiatrie,
dem multiaxialen Klassifikationsmodell in der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Das störungsspezifische Wissen in der Psychiatrie hat implizite
(pathogenetische) Ursachen-Zuschreibungen („Geisteskrankheiten
sind Hirnkrankheiten“, Griesinger 1868), die Beschreibung
psychopathologischer Gegebenheiten ist Lehr- und Lernstoff des Medizinstudiums.
Der Paradigmenwechsel zu einer salutogenetischen, konstruktivistischen
und positiv-konnotativen Sichtweise von „objektiven“
Symptomen gelingt nicht von selbst.
Wir wollen in zwei Seminarblöcken diese scheinbare Widersprüchlichkeit
anschaulich machen und einem Nachdenkprozess Raum geben. Beide Blöcke
bilden ein sinnvolles Ganzes, mit dem Ziel, eine anschlussfähige
Kommunikation mit PsychiaterInnen zu finden in der auch die Realitätskonstruktionen
der PatienntInnen ihren Platz haben und über „traditionelle“
psychiatrische Krankheits- -und Behandlungskonzepte Bescheid zu
wissen.
Ort: ÖAS
Datum: 14.-15.1. und 4.-5.3. 2011 jeweils 15 Einheiten
(à 45 min)
Fr 17.00 – 20.00 Uhr, Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten pro Block:
€ 180,- für StudentInnen der ÖAS
€ 195,- für Mitglieder der ÖAS
€ 210,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS
SEMINAR ABGESAGT!
Corina Ahlers
Systemische Familientherapeutin, Klinische Psychologin, Lehrtherapeutin
der ÖAS Theorieseminar:
Depressiv - hysterisch - zwanghaft oder einfach
merkwürdig? Schwierige Menschen und ihre Bezugssysteme
Im systemischen Denken lernen wir, durch Konstruktionen Wirklichkeit
zu schaffen und wir stellen Diagnosen, um mit der Krankenkasse abzurechnen.
Welche Sichtweise hilft TherapeutInnen, gute Therapien zu machen?
Diagnose kann im Falle der Selbst- und Fremdgefährdung notwendig
und gleichzeitig wenig hilfreich sein. Eine Differentialdiagnose
kann helfen, als Therapeutin eine optimale Beziehung mit den KlientInnen
anzustreben, dennoch zementiert sie ihr Leiden. Krankheit organisiert
Beziehungsmuster.
Wir werden in diesem Seminar lernen, „Störungen“
als kommunikatives Mittel zwischen Betroffenen und professionellen
Helfern zu verstehen, das bessere oder schlechtere - mögliche
oder scheiternde - Strategien verfolgt.
Anhand von Fall- und Filmmaterial lernen wir schwierige Menschen
und deren Interaktionspartner besser kennen und richten den Fokus
auf
· die Interventionen mit Anwesenden in der Therapie, um Handlungsalternativen
zu eröffnen
· das Aushalten der manchmal nicht veränderbaren Situation
· die Entlastung darunter leidender Bezugspersonen
· die Relativierung von Allmachtsphantasien professioneller
Diskurse
Ort: ILT (1060 Wien, Liniengasse 25/2b, Tel. 943
73 41)
Datum:18.-19.2,2011 15 Einheiten (à 45 min)
Fr 17.00 – 20.00 Uhr, Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten:
€ 180,- für StudentInnen der ÖAS
€ 195,- für Mitglieder der ÖAS
€ 210,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS
Sabine
Klar
Humanethologin, Religionspädagogin, Systemische Familientherapeutin,
Lehrtherapeutin der ÖAS
in Zusammenarbeit mit
Franz Reithmayr
Philosoph, Grundlagenforscher, Lebens- und Sozialberater
Selbsterfahrungsseminar:
Worüber man nicht sprechen kann - Auseinandersetzung
mit den Göttern, Geistern und Dämonen der eigenen geistigen
Welt
In diesem Seminar sollen jene Bereiche in der eigenen Seele beleuchtet
werden, in denen der vernünftige Mensch, zuweilen auch in völlig
irrationaler Weise, an die Existenz und Wirkung innerer oder äußerer
„Mächte“ glaubt, ihnen vertraut oder sich vor ihnen
fürchtet. Es geht um religiöse Bindungen und diverse Absetzbewegungen
davon, um übernommene, ausgeschiedene und selbst entwickelte,
geliebte und ungeliebte, schädliche und hilfreiche Bilder über
Götter.
Es geht um Glaube, Aberglaube und Unglaube, um das „Tiefere“
und das „Höhere“, um Transzendentes und Immanentes,
Körperbezogenes, Geistiges und Dämonisches, um Rituale,
Kultstätten und Heiligtümer, um den Blick ins Nichts und
um die eigene Geborgenheit und Ungeborgenheit in und mit dieser
Welt. Ziel ist, sich in der eigenen mehr oder minder „gottenden“
Innen- und Außenwelt besser zu orientieren, sich mit der „gottenden“
Welt der anderen auseinander zu setzen und die diversen „Geister“
zu unterscheiden. Wenn Sie wollen können Sie sich auch auf
Spurensuche nach Gottesbildern begeben, die Ihnen entsprechen und
Ihnen gut tun.
Ort: IAM (1020 Wien, Erlafstraße 7/30)
Datum: 18.-20.3. 2011 20 Einheiten (à 45
min)
Fr 17.00 – 20.00 Uhr, Sa 9.00 – 19.30 Uhr, So 9.00 –
13.00 Uhr
Kosten:
€ 240,- für StudentInnen der ÖAS
€ 260,- für Mitglieder der ÖAS
€ 280,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS
Einzahlung an Konto:
Institut für angewandte Menschenkunde
Bank Austria, BLZ 12000
Kto.Nr: 604 303 305
Dezsö
Birkas
Psychiater, Systemischer Familientherapeut. Studium: Medizin, Kunstphilosophie.
Forschungsgebiet: Systemische Kurztherapieansätze zu psychosomatischen
Problemen
Theorieseminar:
Lösungswege für psychosomatische Probleme
Das Gute ist des Schlechten Meister, das Schlechte ist ein Rohstoff
für den guten Meister. (Lotse)
Das Seminar behandelt die Auflösung und die Erklärung
psychosomatischer Probleme mit systemischer Kurztherapie. Vermittelt
werden Aspekte des Störungswissens und auch des Lösungswissen
u.a. für Allergien (Neurodermitis, Heuschnupfen, Asthma), Reizdarm,
Hypertonie und Schmerzzustände.
Störungswissen und Lösungswissen sind keine Antagonismen,
wenn man Probleme oder Störungen unter dem Gesichtspunkt behandelt,
dass Wissen über die Funktion einer Störung immer gänzlich
in ihrer eigenen Lösung aufgehen sollte. Anstelle einer strukturellen
Diagnostik tritt dadurch eine moderne funktionelle Diagnostik. Derart
entwickeln sich „psychologisch abbaubare“ Diagnosen,
im Gegensatz zu den stigmatisierenden, pathologisierenden Kategorien
eines DSM oder einer ICD. Unsere Arbeit mit Störungswissen
verläuft dem entsprechend nach dem Motto: „Man kennt
die Funktion eines Problems ausschließlich dann, wenn man
das Problem schon gelöst hat.“ (Nardone)
Die systemische Auffassung des Störungswissens ermöglicht
es, Therapietechniken wie ein flexibles Set von Werkzeugen zu nutzen,
das wir anhand unserer früheren und gegenwärtigen Erfahrungen
und der augenblicklichen Entwicklung der Therapie ständig revidieren
und verfeinern. So wird auch die Behandlung hochkomplexer Probleme
- wie z.B. die der Allergien- mit systemischer Kurztherapie möglich.
Das Seminar zeigt die bisher wirksamsten Sets und Erklärungen
die die Früchte der „psychologisch abbaubaren Funktionsdiagnostik“
tragen und sich für die oben angeführten psychosomatischen
Beschwerden anbieten lassen.
Ort: ÖAS
Datum: 1.-2.4.2011 15 Einheiten (à 45 min)
Fr 17.00 – 20.00 Uhr, Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten:
€ 180,- für StudentInnen der ÖAS
€ 195,- für Mitglieder der ÖAS
€ 210,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS
Corina
Ahlers
Systemische Familientherapeutin, Klinische Psychologin, Lehrtherapeutin
der ÖAS Selbsterfahrungsseminar:
Meine Herkünfte – meine Heimaten
Heimat schafft Identität. Was kann „Heimat“ alles
sein? Ist es die eigene Herkunft als Familie, sind es die Eltern,
die Geschwister, die Peers oder Haustiere? Oder ist es Ort, an dem
ich mich wohlgefühlt habe? Ein Haus oder eine Wohnung, das
Kinderzimmer, das eine Bild über dem Küchentisch, der
Pferdestall oder der Wald, die Stadt? Bzw. sind es Gerüche,
mein Lieblingsessen, der besondere Schlager oder das Kinderlied,
Musik ganz allgemein?
Aber vielleicht auch Sport, Bewegung, Wettbewerb oder dabei zuschauen?
Oder eigentlich nichts von alledem, sondern etwas ganz, ganz anderes…..
Heimat ist die Kultur meines Aufwachsens: Es ist mein Ausdruck
gegenüber anderen. Diese Prägung – mein Habitus
- trage ich sowohl in privaten wie auch in professionellen Beziehungen.
Habitus gehört zu mir und wirkt in meinem Tun auf mein Zuhören
der Erzählungen meiner KlientInnen. Manches davon kann ich
verändern, und wenn ich meine Herkunft als Ressource gestalten
kann, habe ich Anker, auf die ich in jeder Stresssituation zurückgreifen
kann.
Im Seminar haben wir die Möglichkeit, eigene und fremde Kultur/
Habitus kennenzulernen. Ich möchte die Gruppe als Regenbogen
benutzen, in dem die unterschiedlichsten Klangbilder und Farben
unserer Erinnerung zur Geltung kommen können. Durch das Erleben
an der Vielfalt der Anderen, entsteht ein neuer Blick auf mich selbst.
Mit Methoden wie u.a. Sculpting, Collage, Musik, Ess- und Trinkkultur,
Symbol, Erzählung, möchte ich mit Euch in der Gruppe einzigartige
Identitäten erkunden.und bereichern.
Ort: ILT (1060 Wien, Liniengasse 25/2b)
Datum: 8. -10.4. 2011, 20 Einheiten (à
45 min)
Fr 17.00 – 20.00 Uhr, Sa 9.00 – 19.30 Uhr, So 9.00 –
13.00 Uhr
Kosten:
€ 240,- für StudentInnen der ÖAS
€ 260,- für Mitglieder der ÖAS
€ 280,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS
Einzahlung an Konto:
Dr. Corina Ahlers, Raiffeisenbank, BLZ 32000, Kto.Nr. 3066347
Stefan
Geyerhofer
Klinischer Psychologe, Systemischer Familientherapeut, Lehrtherapeut
der ÖAS
Theorieseminar:
Karoline und der Suppenkaspar – Systemische
Therapie bei Magersucht
Das Seminar soll eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Charakteristik
der Magersucht und mit verschiedensten, therapeutischen Vorgehensweisen
in Einzel- und Familientherapie ermöglichen.
Inhalte im Detail:
1. Was ist Magersucht?
Harmlose Anfänge, Kennzeichen, Symptome und Formen der Magersucht,
die Ideologie, Fallgeschichten
2. Ursachen und aufrechterhaltende Bedingungen:
Der individuelle Teufelskreis, wie Eltern Magersucht erleben, familiendynamische
und –strukturelle Problembereiche, Magersucht und Pubertät,
Kritische Life Events und gesellschaftliche Faktoren, am Weg zu
einem umfassenden, systemischen Verständnis der Magersucht
3. Therapie der Magersucht:
Motivation und Zwang - Verleugnung und Kontrolle, gemeinsam Kampf
gegen die Magersucht beginnen, den anderen Kampf verlagern, familientherapeutische
Interventionen, narrative Mittel gegen Magersucht, Muster unterbrechen,
wer will ich wirklich sein? Von Models und besseren Modellen...
Methoden: Impulsreferate, Fallbeispiele, KlientInnenberichte, Übungen
Ort: ÖAS
Datum: 6.-7.5.2011, 15 Einheiten (à 45 min)
Fr 17.00 – 20.00 Uhr, Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten:
€ 180,- für StudentInnen der ÖAS
€ 195,- für Mitglieder der ÖAS
€ 210,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS
Robert Koch
DSA, Systemischer Familientherapeut, Lehrtherapeut der ÖAS
in Zusammenarbeit mit
Annette Gehart
Reittherapeutin, Reitinstruktorin, Systemische Familientherapeutin
(in Ausbildung unter Supervision)
Selbsterfahrungsseminar:
Pferde: Spiegel der Seele, Therapeuten auf vier
Beinen
Im Zuge der Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft haben wir mehr
und mehr verlernt, auf unseren Körper, unsere Mitte und unsere
Gegenwärtigkeit und Klarheit zu achten. Im Umgang mit Pferden
sind gerade Eindeutigkeit und Achtsamkeit von elementarer Wichtigkeit.
In diesem Selbsterfahrungsseminar sind Pferde unsere Kooperationspartner.
Im Rahmen von Psychotherapie, Supervision und Coaching machen wir
uns die Fähigkeiten der hoch sensiblen Flucht- und Herdentiere
zu Nutze. Das Pferd dient als Spiegel für den Menschen. Es
kennt keine Vorurteile oder gesellschaftlichen Konventionen. Es
nimmt alle menschlichen Verhaltensweisen wahr und gibt auf seine
Art und Weise eine Rückmeldung. Das Pferd verdeutlicht mit
seinen Reaktionen vor allem Inkongruenzen zwischen innerer Einstellung
und Haltung und den sichtbaren Handlungsweisen, Unachtsamkeit oder
mangelnde Konzentration des menschlichen Partners.
Im Rahmen der pferdegestützten Psychotherapie werden Unstimmigkeiten
im Bereich Denken, Fühlen und Handeln aufgegriffen und daraus
Stärken und Fähigkeiten erarbeitet. Man wird sich seiner
Ressourcen und Kompetenzen wieder bewusst oder baut diese gezielt
aus. Die Kooperation mit dem Pferd beschleunigt diese Prozesse,
da die unmittelbare Erfahrung im Mittelpunkt steht.
Dieses Selbsterfahrungsseminar soll den TeilnehmerInnen einerseits
ermöglichen ihre Stärken und Fähigkeiten bewusster
wahrzunehmen und andererseits die Beobachtungsgabe und Zielorientiertheit
zu schärfen, um so eine höhere Kongruenz zwischen Fühlen,
Denken und Handeln zu erreichen.
Weitere Informationen finden Sie auf www.pferdecoaching.at
Das Seminar kann auch als systemisches Praktikum angerechnet werden.
Ort: Pferdehof Stockner –
Fladnitz an der Teichalm
Siehe www.pferdehof.at
Datum: 20.5. bis 22.5.2011, 25
Einheiten (à 45 min)
Fr 14.00 – So 13.00
Kosten:
€ 240,- für StudentInnen der ÖAS
€ 260,- für Mitglieder der ÖAS
€ 280,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS
€ 65,-- Zusatzkosten für zwei Nächtigungen am Pferdehof
Einzahlung an Konto:
Psychotherapie Koch KEG
Raiffeisenbank BLZ 32092, Kto.Nr. 420422
Anmeldeschluß: 1.4.2011
Katja
Salomonovic
Dipl. Sozialarbeiterin, systemische Familientherapeutin
Theorieseminar:
TWILIGHT ZONE – Die Besonderheit von DrogenkonsumentInnen/abhängigen
in der Psychotherapie
Drogenabhängige zählen zu den unbeliebtesten KlientInnen
in der freien Praxis. TherapeutInnen sind oftmals mit dem Anspruch
nach sofortiger, allumfassender Bedürfnisbefriedigung, Verweigerung
und Abwehr konfrontiert.
Durch die Vorstellung verschiedener theoretischer Konzepte zu Ursachen
und Behandlung von Drogenabhängigkeit soll zu einer systemisch-therapeutischen
Haltung gefunden werden. Biologische, neurobiologische, psychologische
und psychodynamische Theorien zur Entwicklung von Sucht soll auf
den Grund gegangen und auf ihre Konsequenzen hin überprüft
werden.
Welche Behandlung/Therapie ist die Richtige? Niederschwellige,
suchtbegleitende Angebote, Entzug, Kurz- oder Langzeittherapie,
ambulantes, oder stationäres Setting? Ein Ein- und Überblick
in das österreichische Behandlungsangebot soll Klarheit verschaffen.
Konflikten und Abgrenzung im therapeutischen Setting, Umgang mit
Rückfällen, sowie der Arbeit mit Metaphern und der häufig
erwähnten „Doppeldiagnose Borderline - Persönlichkeitsstörung“
wird besondere Bedeutung beigemessen.
Auch, oder sogar insbesondere im Zusammenhang mit Sucht, eignen
sich Metaphern zum Kontaktaufbau und zum besseren gegenseitigen
Verständnis von TherapeutIn und KlientIn. Vielen fällt
es leicht, oder leichter, ihr Problem als Bild zu sehen.
Was sehen wir bei Borderline – Persönlichkeitsstörung
und wie gehen diese Menschen auf uns zu? Drogenkonsum kann unerträgliche
psychische und physische Zustände erträglich machen. Der
Zusammenhang zwischen Drogen und möglichen zugrunde liegenden
Persönlichkeitsstörungen soll an Hand von Fallgeschichten
verdeutlicht werden. Was müssen PsychotherapeutInnen und andere
professionelle HelferInnen in diesem Zusammenhang besonders beachten?
Methoden: Theorieinputs, Fallgeschichten (der Vortragenden und
der TeilnehmerInnen), Rollenspiele, Fishbowll, Einzel- und Kleingruppenübungen.
Ort: ÖAS Datum: 17.-18.6.2011, 15 Einheiten
(à 45 min)
Fr 17.00 – 20.00 Uhr, Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten:
€ 180,- für StudentInnen der ÖAS
€ 195,- für Mitglieder der ÖAS
€ 210,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS
Traude
Tauber
AHS-Lehrerin, Systemische Familientherapeutin, Lehrtherapeutin der
ÖAS
Theorieseminar:
Grundlagen der Psychotraumatologie
Was ist der Unterschied zwischen Trauma und belastendem Lebensereignis?
Welche Folgen hat ein Trauma für das Individuum, seine Familie,
sein Umfeld?
Diese Fragen werden in diesem Seminar über Grundlagen der Psychotraumtologie
vorgestellt. Der Begriff Posttraumatisches Belastungssyndrom (PTSD)wird
erklärt und wie mit dieser Diagnosestellung systemisch umgegangen
werden kann.
Weitere Inhalte:
· Wie wird Traumatisierung über die Generationen weitergegeben?
· Welche Auswirkungen hat der Holocaust auf mehrere Generationen
von Menschen?
· Welche geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Behandlung
von Traumata sind zu beachten?
Besonderer Schwerpunkt wird auf die politische und gesellschaftliche
Dimension von Traumatisierungen gelegt. Die therapeutische Arbeit
mit traumatisierten Menschen setzt Grundhaltungen der TherapeutIn
voraus, über die wir Meinungen und Erfahrungen austauschen
werden. Verschiedene Behandlungsarten werden vorgestellt und ausprobiert
(Ressourcen-Aktivierung und Stabilisierungstechniken, Imaginationsübungen,
EMDR).
Die therapeutische Arbeit mit traumatisierten KlientInnen birgt
ein höheres Risiko für eine Sekundärtraumatisierung,
es wird daher auf psychohygienische Bedürfnisse für HelferInnen
eingegangen.
Methoden: Vortrag, Erfahrungsaustausch, Einzel- und Kleingruppenübungen.
Ort: ÖAS
Datum: 9.-10.9.2011, 15 Einheiten (à 45 min)
Fr 17.00 – 20.00 Uhr, Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten:
€ 180,- für StudentInnen der ÖAS
€ 195,- für Mitglieder der ÖAS
€ 210,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS
Robert
Koch
DSA, Systemischer Familientherapeut, Lehrtherapeut der ÖAS
Brigitte Gratz
DSA, Systemischer Familientherapeutin, Sonder- und Heilpädagogin,
KidsSkills Ambassador für Österreich
Theorieseminar:
Psychotherapie mit Kindern und deren Familien
– ein Kinderspiel?
Ausgehend von Ben Furmans „KidsSkills“ und den „Stufen
der Verantwortung“ wurde ein lösungsorientierter Ansatz
entwickelt, der es ermöglicht, Kindern, Jugendlichen und deren
Bezugspersonen, ein brauchbares Rüstzeug zur Problembewältigung
in die Hand zu geben. Im Mittelpunkt steht die Annahme, dass das
Problem eigentlich kein Problem ist, sondern dass eine oder mehrere
bestimmte Fähigkeiten noch nicht erlernt worden sind.
„KidsSkills“ ist für Kinder bis etwa 10 Jahre
gedacht, die „Stufen der Verantwortung“ wendet sich
an Jugendliche. Ressourcenorientiertes, lösungsorientiertes
und kreatives Arbeiten mit Kindern und deren Bezugspersonen ist
wesentlicher Bestandteil dieses Workshops. Besonderes Augenmerk
wollen wir aber auch folgenden Themen geben: - Motivation der Familie
zur Mitarbeit (von der Einzeltherapie zur Familientherapie) - was
tue ich mit dem Kind, wenn sich die Familie weigert, entsprechend
mitzuwirken - Gestaltung therapeutischer Arbeit mit Kleinkindern
– Einsatz nonverbalen Handwerkszeugs, .....
Im Seminar wird Theorie und Praxis anhand von Fallbeispielen (DVDs,
Rollenspiele und Videoaufnahmen von Kindertherapien) besprochen.
Ort: ÖAS
Datum: 30.9. - 1.10.2011, 15 Einheiten (à 45 min)
Fr 17.00 – 20.00 Uhr, Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten:
€ 180,- für StudentInnen der ÖAS
€ 195,- für Mitglieder der ÖAS
€ 210,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS
Sabine
Klar
Humanethologin, Religionspädagogin, Systemische Familientherapeutin,
Lehrtherapeutin der ÖAS
in Zusammenarbeit mit
Franz Reithmayr
Philosoph, Grundlagenforscher, Lebens- und Sozialberater
Selbsterfahrungsseminar:
Krisen, Traumata
Was zwingt mich in die Knie, was lässt
mich wieder aufstehen?
Krisen und Verletzungen durch das Leben lassen Spuren zurück:
Wunden und Narben, Schief- und Schonhaltungen, Erwartungen und Ängste,
Vorstellungen über sich und die Welt, Dummheiten und Weisheiten.
In diesem Seminar geht es weniger um die Bewältigung aktueller
Krisen als um die rückblickende Exploration dessen, was sich
im Zusammenhang mit der erlebten Verletzung bzw. Krise über
die eigene Art und Weise Schweres zu verarbeiten, lernen lässt.
Welche Bilder und Vorstellungen helfen und hindern, schwächen
und stärken, erinnern und lassen vergessen? Wie wirkt die Lebenswelt,
das gedankliche und soziale Milieu, das jeweilige Sprachspiel, in
dem man sich befindet? Wie tut man mit eigener und fremder Angst,
mit Schmerz und Elend? Im Sinn praktischer Philosophie werden exemplarisch
die eigenen Lernerfahrungen mit tradierten Konzepten der Lebenskunst
in Verbindung gebracht um die aus der Krise bzw. Verletzung erwachsene
eigene Weisheit deutlicher wahrnehmen und mit anderem vergleichen
zu können.
Ort: IAM (1020 Wien, Erlafstraße 7/30)
Datum: 14.-16.10.2011, 20 Einheiten (à 45
min)
Fr 17.00 – 20.00 Uhr, Sa 9.00 – 19.30 Uhr, So 9.00 –
13.00 Uhr
Kosten:
€ 240,- für StudentInnen der ÖAS
€ 260,- für Mitglieder der ÖAS
€ 280,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS
Einzahlung an Konto:
Institut für angewandte Menschenkunde
Bank Austria, BLZ 12000
Kto.Nr: 604 303 305
Sabine
Kirschenhofer
Systemische Familientherapeutin, Soziologin
Verena Kuttenreiter
Systemische Familientherapeutin, Soziologin
Theorieseminar:
Geschlechtergerechte Paartherapie
Mit dem Begriff „geschlechtergerecht“ heben wir das
Geschlechterverhältnis als bedeutsame soziale Wirklichkeit
für Paartherapien in den Vordergrund. Damit markieren wir das
Bestreben, Frauen wie Männern mit ihren Besonderheiten, Verschiedenheiten,
sowie Ähnlichkeiten gerecht zu werden. Wir beschäftigen
uns mit folgenden Fragestellungen bzw. Themen:
· Häufige Problemkonstellationen in Paartherapien und
Erfahrungswerte aus der Praxis: Thesen über Zusammenhänge
von Schwierigkeiten in der Paarbeziehung mit tradierten Geschlechterrollen
bzw. –verhältnissen und mit Verunsicherungen aufgrund
sich wandelnder Geschlechterverhältnisse
· Integration gegengeschlechtlicher Perspektiven in das Wahrnehmungs-,
Reflexions- und Interventionsrepertoire der/des Therapeutin/en
· Sozialwissenschaftliche Ergebnisse und ihre Nützlichkeit
für geschlechtergerechte Paartherapie (inkl. Ergebnisse aus
dem eigenen Forschungsprojekt „Konstruktion von Geschlecht
in Paartherapien“)
· Paartherapieliteratur gegen den Strich gelesen
Zielsetzung: zum einen die Anreicherung der therapeutischen Reflexivität
bezogen auf die Bedeutung und Wirksamkeit von Geschlecht in Paartherapien,
zum anderen die Vorstellung geschlechtergerechter therapeutischer
Interventionsmöglichkeiten.
Ort: ÖAS
Datum: 4.-5.11.2011, 15 Einheiten (à 45 min)
Fr 17.00 – 20.00 Uhr, Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten:
€ 180,- für StudentInnen der ÖAS
€ 195,- für Mitglieder der ÖAS
€ 210,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS
Susanne Klingan
Systemische Familientherapeutin, Lehrtherapeutin der ÖAS
Gerald
Binter
Systemischer Familientherapeut, Lehrtherapeut der la:sf
Selbsterfahrungsseminar:
Respekt für das Unveränderbare
Das Ziel systemischer Therapie ist Veränderung. Als TherapeutInnen
unterstützen wir KlientInnen dabei, ihre Sichtweisen und ihr
Handlungsrepertoire zu erweitern, Ressourcen und Kompetenzen neu
bzw. wieder zu entdecken. Wir fragen danach, was am Ende der Therapie
anders sein soll, manchmal auch danach, was sich nicht verändern
soll. Erzählungen von Unveränderbarem stellen TherapeutInnen
vor eine besondere Herausforderung.
Es gibt das schöne Bild vom Leben als Fluss. Eine Metapher,
die zum Ausdruck bringt, dass Leben Veränderung ist. Lebensereignisse
(Verlust von Personen, aber auch von Idealen und Lebensträumen,
Trennung, Krankheit etc.) oder Lebensumstände (existenzielle
Sorgen, Einsamkeit) können den Fluss des Lebens behindern oder
gar blockieren.
Wir wollen in diesem Seminar die Erfahrung, Wahrnehmung und Bedeutungsgebung
von Unveränderbarem im Lebensfluss der TeilnehmerInnen thematisieren
und zur Reflexion einladen, wie diese Erfahrungen uns als TherapeutInnen
unterstützen bzw. wo sie uns behindern können.
Ort: ÖAS
Datum: 18.-20.11.2011, 20 Einheiten (à 45 min)
Fr 17.00 – 20.00 Uhr, Sa 9.00 – 19.30 Uhr, So 9.00 –
13.00 Uhr
Kosten: € 240,- für StudentInnen der
ÖAS
€ 260,- für Mitglieder der ÖAS
€ 280,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS
Der Einzahlungsmodus wird nach der Anmeldung bekanntgegeben.
Sabine
Klar
Humanethologin, Religionspädagogin, Systemische Familientherapeutin,
Lehrtherapeutin der ÖAS
Traude Tauber
AHS-Lehrerin, Systemische Familientherapeutin, Lehrtherapeutin der
ÖAS
Theorieseminar:
Erleben sichtbar werden lassen - Methodenseminar
zu nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten von Haltungen und Beziehungsdynamiken
Die im systemischen Feld seit langem üblichen Beziehungsskulpturen
können als räumlich platzierte Metaphern betrachtet werden,
die die eigene Befindlichkeit in einem Bild über die erlebte
Situation auf nonverbale Weise plastisch zum Ausdruck bringen. Aus
dem, was Menschen in solchen Darstellungen erleben, lässt sich
für sie selbst und für die TherapeutIn viel über
jene einfachen Bedürfnisse, Impulse und Bestrebungen lernen,
die sie im Hintergrund ihres bewussten Denkens und ihrer sprachlichen
Formulierungen bestimmen und bewegen. Daraus kann sich ein besserer
Zugang zu sich selbst und zu anderen ergeben.
In dezidierter Absetzung zu jenen Spielarten systemischer Beziehungsskulpturen,
die sich in den letzten Jahren unter dem Titel „Aufstellung“
da und dort ein spezifisches Gepräge gegeben haben, sollen
in diesem Methodenseminar alternative Formen (bewegte, sprechende
Skulpturen, szenische Darstellungen mit dem inneren „Viech“,
Spiel mit Körperhaltungen und -bewegungen) auf der Basis einer
partnerschaftlichen und ideologiefreien Haltung vermittelt und exploriert
werden.
Ort: ÖAS
Datum: 2.-3.12 .2011, 15 Einheiten (à 45 min)
Fr 17.00 – 20.00 Uhr, Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten:
€ 180,- für StudentInnen der ÖAS
€ 195,- für Mitglieder der ÖAS
€ 210,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS
Hedwig
Wagner
DSA, Systemische Familientherapeutin, Lehrtherapeutin der ÖAS
in Zusammenarbeit mit
Tanja Dinter
Tanzpädagogin, Architektin
Selbsterfahrungsseminar:
Körper und Psyche
Was will ich- was will mein Körper?
Ziehen wir am gleichen Strang, oder liegen wir im Widerspruch?
Lässt mein Umfeld zu, dass ich auf meine körperlichen
Bedürfnisse achte?
Gelingt es mir, meinen Körper und seine Reaktionen als Ressource
zu betrachten?
Professionelles Helfen wird zum Risiko, wenn wir kein ausreichendes
Gegengewicht finden, um uns zu regenerieren und zu erholen. In diesem
Seminar wollen wir den Fokus verstärkt auf die Wahrnehmung
unserer Körperreaktionen legen:
· Wie reagieren wir auf die Herausforderungen und Anstrengungen
unseres Umfelds und unseres Berufs?
· Wie achten wir auf körperliche Symptome?
· Wir kooperiert unser Körperbewusstsein mit unserem
Selbstbewusstsein?
· Welche Strategien haben wir entwickelt um auf unser Wohlbefinden
zu achten?
Wir werden mit verschiedenen Formen von Bewegungs- und Entspannungstechniken
experimentieren, mit dem Ziel mehr Achtsamkeit für unsere körperlichen
Reaktionen zu entwickeln und Strategien zu finden, um unser Wohlbefinden
zu verbessern.
Unser Motto: Wenn es mir gut geht, kann ich meine KlientInnen gut
begleiten!
Bitte Kleidung, die viel Bewegungsspielraum zulässt, mitbringen.
Das Seminarangebot richtet sich auch an professionelle HelferInnen
aus dem psychosozialen Bereich, die ihre Selbstsorge fördern
möchten.
Ort: ÖAS
Datum: 9.-11.12.2011. 20 Einheiten (á 45 min)
Fr 17.00 – 20.00 Uhr, Sa 9.00 – 19.30 Uhr, So 9.00 –
13.00 Uhr
Kosten:
€ 240,- für StudentInnen der ÖAS
€ 260,- für Mitglieder der ÖAS
€ 280,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS
Einzahlung an Konto:
Hedwig Wagner, BAWAG, BLZ 14000, Kto.Nr. 04810043151
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