Workshops 2007-2008

Workshops 2010 im Detail

Stefan Geyerhofer
Klinischer Psychologe, Systemischer Familientherapeut, Lehrtherapeut der ÖAS

Theorieseminar:

Systemische Therapie bei Ängsten, Zwängen und Panikattacken

Der Workshop gibt im ersten Teil die Möglichkeit, sein eigenes Verständnis von Ängsten, Zwängen und Panikattacken zu reflektieren und fachlich qualifiziert zu ergänzen. Davon ausgehend sollen Methoden und Techniken systemischer Thera-pie (Wunderfrage, 180 Grad Interventionen, Verhaltensverschreibungen, Trance-induktionen, Externalisierungs- und Internalisierungsfragen,...) in ihrer spezifischen Anwendung bei Ängsten, Panikattacken und Zwängen demonstriert und an Hand konkreter Fallbeispiele veranschaulicht werden. Inhalte im Detail:

Ängste und Zwänge verstehen:

  • Schwäche oder Krankheit?
  • denke ich verkehrt oder tue ich "nur" das Falsche?
  • psychophysiologische Faktoren dieser „Störungsbilder“
  • die „Irrationalität“ meiner Gedanken oder: "Nur weil Sie nicht paranoid sind, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht hinter Ihnen her sind!"
  • Systemische Therapie und Medikation – „Guidelines“ für die Praxis von
    Kombinationstherapien

Psychotherapeutische Möglichkeiten:

  • vom Dämon in mir, und wie ich ihn besiegte!
  • Skalierungsfragen und kreative Variationen
  • Jetzt spinn' ich total - ich kontrolliere meinen Zwang!
  • Was bedeutet es? Und was wäre, wenn es weg ist?
  • über mögliche, unerwünschte Nebenwirkungen informiert Ihr/e
    verantwortungsbewusste/r Psychotherapeut/in
Ort: ÖAS 15 Einheiten (à 45 min)
Datum: 15.-16.01.2010 Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten: € 160,- für StudentInnen der ÖAS
€ 175,- für Mitglieder der ÖAS
€ 190,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS

Ruth Kronsteiner
Ethnologin, Universitätslektorin, Psychoanalytikerin, EMDR-Therapeutin und Systemische Familientherapeutin

Theorieseminar*:

Migrationskrise und Traumatisierungskrise

Das Seminar bietet eine Einführung in die Grundlagen des Migrationsprozesses. Die Migrationskrise ist ein wichtiger Teil dieses Prozesses, der mit den ersten Gedanken an das Migrieren bereits am Herkunftsort beginnt und mit der Klärung der Rückkehrabsichten scheinbar endet.

  • Was ist Migration und welche Formen werden wie unterschieden?
  • Welche Konzepte zur Systematisierung der Krise gibt es – besonders in der Systemischen Familientherapie und in der konstruktivistischen Ethnologie?
  • Welche Bedeutungen werden der anderen Kultur in der systemischen
    Therapie gegeben?
  • Was ist Kultur?
  • Wie unterscheiden wir die Krise vom Trauma?

Diesen Fragen werden wir in diesem Seminar nachgehen, nachdem wir uns unsere eigenen Migrationsgeschichten als wichtige Ressource aktiviert haben und entsprechend sensibilisiert sind. Wir werden Theorien zur Kultur und Migrations-krise bearbeiten und von MigrantInnen aus islamischen Ländern lernen. Die gesellschaftspolitische Bedeutung und die Rolle der Migration in einer globalisierten Welt sollten zumindest Erwähnung finden. Ich werde auch Beispiele psycho-therapeutischer Befundberichte und ihrer Bedeutung im Asylverfahren skizzieren.
Literatur:
Kronsteiner, Ruth (2003) Kultur und Migration in der Psychotherapie. Ethnologische Aspekte psychoanalytischer und systemischer Therapie. Verlag Brandes & Apfel, Frankfurt a. M.

Ort: ÖAS 15 Einheiten (à 45 min)
Datum: 26.-27.2.2010 Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten: € 160,- für StudentInnen der ÖAS
€ 175,- für Mitglieder der ÖAS
€ 190,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS

Carmen Unterholzer
Germanistin, Wissenschaftsjournalistin, Systemische Familientherapeutin (Mitarbeiterin am Institut f. Systemische Therapie, Wien), Zusatzausbildung in Poesie- und Bibliotherapie

Theorieseminar*:
Poesie- und bibliotherapeutische Interventionen in der systemischen Psychotherapie

Verschiedene psychotherapeutische Richtungen wie die kognitive Verhaltens-therapie oder die narrative Therapie nutzen Schreiben und Literatur in ihrer Arbeit. Die integrative Therapie hat eine eigene Methode kreiert: die Poesie- und Biblio-therapie. Im Seminar zeige ich zum einen, wie poesie- und bibliotherapeutische Interventionen in die systemische Therapie integriert werden können. Anhand meiner therapeutischen Arbeit führe ich zum anderen vor, wie sich systemische Methoden schreibend umsetzen lassen. Videoaufzeichnungen von Gesprächen mit Klientinnen, Texte, die im Rahmen meiner Workshops entstanden sind und die Wirkungsforschung veranschaulichen die Wirksamkeit von Schreiben und Literatur als therapeutische Mittel. Die verschiedenen Interventionen werden im Laufe des Seminars geübt und der passende Einsatz diskutiert.
Themen:

  • Welche therapeutischen Richtungen arbeiten wie mit Schreiben und literarischen Texten?
  • Entstehungsgeschichte der Poesie- und Bibliotherapie
  • Welche Texte, Gattungsformen eignen sich? Gibt es eine Bücherapotheke?
  • Wie nützt die narrative Therapie die Schriftlichkeit in ihrer Arbeit?
  • Weiterentwicklung systemischer Interventionen durch therapeutisches
    Schreiben.
Ort: ÖAS 15 Einheiten (à 45 min)
Datum: 12.-13.03.2010 Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten: € 160,- für StudentInnen der ÖAS
€ 175,- für Mitglieder der ÖAS
€ 190,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS

Henry Vorpagel
Sozialpädagoge, Systemischer Familientherapeut, Lehrtherapeut der ÖAS

Selbsterfahrungsseminar*:
„Aus dem Leben gegriffen“ – vom Leben und Sterben

Es ist wohl wahrscheinlich, dass geistig und körperlich gesunde Menschen nicht wirklich sterben wollen. Ein Grund, warum wir uns nur widerwillig mit dem Ende unserer Existenz auseinandersetzen, mag wohl mit der Angst vor dem Tod und dem Vorgang des Sterbens haben. Manche Ängste konzentrieren sich vielleicht auf das Ereignis des Todes selbst, aber viele Menschen scheinen mehr über jene Ereignisse, die unergründbar zum Tod führen, besorgt zu sein. Vielleicht fürchten wir den Vorgang des Sterbens mehr als den Tod selbst. Und doch kommen wir um diese Unabänderlichkeit nicht herum.
Unser Bewusstsein vom eigenen Tod ist etwas Fluktuierendes, etwas, das einmal stärker und dann wieder schwächer ist. An manchen Tagen handeln wir so, als ob wir ewig leben würden. Dann wieder, besonders wenn wir uns mit dem Sterben uns bedeutsamer Personen konfrontiert sehen, werden wir gewahr, dass alles schon morgen unverhofft zu Ende sein könnte.

Dieses Seminar soll in aller Behutsamkeit dazu anregen, die Bewusstheit unserer Endlichkeit zu erweitern, sodass wir in Bezug auf unser Leben und unseren Tod eine ganze Reihe von Möglichkeiten zu leben wahrnehmen lernen, die uns vorher vielleicht noch nicht in den Sinn gekommen sind. Es soll helfen zu sehen, dass auch dieses Thema mit unseren Bedeutungen und Zuschreibungen aufgeladen ist und dass auch diese veränderbar sind.
Dies ist besonders dann wichtig, wenn wir mit Fragen der Endlichkeit des Lebens in unserem beruflichen Kontext konfrontiert sind.
Der Tod ist unabänderlich. Die Art, wie Menschen sterben und andere darauf reagieren ist jedoch ein Teil des Lebens, unseres Lebens.

Ort: ÖAS 20 Einheiten (à 45 min)
Datum: 19.-21.03.2010 Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
So 9.00 – 13.00 Uhr
Kosten: € 218,- für StudentInnen der ÖAS
€ 233,- für Mitglieder der ÖAS
€ 247,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS

Einzahlung an Konto:
Henry Vorpagel
Bank Austria; Nr. 11480199600; BLZ: 12000


Corina Ahlers
Systemische Familientherapeutin, Klinische Psychologin, Lehrtherapeutin der ÖAS

Theorieseminar*:
Systemische Therapie mit Einzelnen – Haltungen, Techniken, Zeit

Vom Paar bleibt eine/r übrig, die Familie vertschüsst sich, oder es kommen Menschen zu uns, die eindeutig Niemanden mitbringen wollen/können und doch systemische Therapie mit uns machen möchten.
Wie tun? Beziehung und Intimität geben systemischer Einzeltherapie andere Rahmenbedingungen: Tempo, Intensität und Dauer der Therapie werden anders erlebt. Was ist kurz/lang, intensiv/langweilig, effizient? Therapeutische Veränderung zeigt sich anders als im Mehrpersonensystem.

Ich werde über therapeutische Haltung und Beziehungsfindung bzw. Reflexion in der systemischen Einzeltherapie reden. Ich möchte mit Euch Techniken - der internalisierte Andere, Teilarbeit, Familienbrett, Struktur und Bewegungsaufstellungen mit Filz, usw. - ausprobieren. Alle fördern Multiperspektivität und Zirkularität in der therapeutischen Arbeit mit EinzelklientInnen.

Ort: ÖAS 15 Einheiten (à 45 min)
Datum: 16.-17.04.2010 Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten: € 160,- für StudentInnen der ÖAS
€ 175,- für Mitglieder der ÖAS
€ 190,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS

Sabine Klar
Humanethologin, Religionspädagogin, Systemische Familientherapeutin, Lehrtherapeutin der ÖAS
Franz Reithmayr
Philosoph, Grundlagenforscher, Lebens- und Sozialberater

Selbsterfahrungsseminar:
Menschen sind komische Viecher. Auf der Suche nach dem eigenen Tier

Trotz aller Selbstabgrenzung des Menschen als das vom Tier grundsätzlich und fundamental verschiedene Lebewesen: Die Biologie ist unausrottbar. Die Missachtung und Verleugnung der animalischen Basis führt zur Missachtung und Verleugnung wesentlicher natürlicher Bedürfnisse und zu zahlreichen Missverständnissen im Umgang miteinander und mit sich selbst. Es ist relativ einfach zu akzeptieren, dass kleine Kinder und Kuscheltiere wegen des "Kindchenschemas" so süß sind, oder dass Menschen ohne Rückzugsraum unter sozialem Stress leiden. Es ist schon schwieriger wahrzunehmen, dass man selbst gerade zum "Angstbeißer" wird (auf eine kulturell überlagerte spezifische Weise), zu verstehen, was mit einem Gegenüber geschieht, das angegriffen wird (z.B. durch Vorwürfe), dem aber keine Fluchtmöglichkeit (z.B. Ausreden) gelassen wird, oder einzusehen, dass man durch das Überschreiten gewisser Grenzen dem Gegenüber keine andere Wahl lässt als Selbstaufgabe oder Gegenangriff. Wir experimentieren mit ethologischen Beobachtungsperspektiven und Beschreibungs- formen mit dem Ziel, das "Tier", das sich auf diese Weise in uns entdecken lässt, zu bemerken und eigene Bedürfnisse bzw. Impulse, die damit in Zusammenhang stehen, besser zu verstehen.

Ort: ÖAS 20 Einheiten (à 45 min)
Datum: 23-25.04.2010 und 22.-24.10.2010
Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
So 9.00 – 13.00 Uhr
Kosten: € 218,- für StudentInnen der ÖAS
€ 233,- für Mitglieder der ÖAS
€ 247,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS

Jutta Fiegl
Systemische Familientherapeutin, Klinische Psychologin

Theorieseminar:
Sexualität – Thema in der psychotherapeutischen Arbeit

Sexuelle Befindlichkeit setzt sich wie ein Puzzle aus einer Vielzahl von Einzelfaktoren zusammen. Persönliche Vorerfahrungen, die in die Partnerschaft mit eingebracht werden, Ressourcen, die zur Verfügung stehen oder in der Beziehung entwickelt werden um Krisen, Veränderungen und Alltagsroutine zu bewältigen, wirken sich am Gesamtkonstrukt sexueller Interaktion unterstützend oder hinderlich aus. Darüber hinaus beeinflussen auch soziale Aspekte, gesellschaftliche Normen, Werte und Übereinkünfte förderlich oder einschränkend den sexuellen Erlebnisbereich.
Sexuelle Zufriedenheit aber auch Störungen sind zu einem wichtigen Teil aus diesem Hintergrund zu betrachten.

Es ist wichtig, zunächst den eigenen Zugang zu dem Thema zu reflektieren. Rollenspiele und Fallbeispiele sollen zusätzlich dabei unterstützen, Anamnesegespräche auszuprobieren, sich in das Thema einlassen zu können und es als genauso selbstverständlich wie andere therapeutische Themen zu behandeln.

Dieses Seminar findet in Kooperation mit der SFU - Sigmund Freud PrivatUniversität Wien statt
Ort: SFU
Schnirchgasse 9a,
1030 Wien
15 Einheiten (à 45 min)
Datum: 14.-15.05.2010 Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten: € 160,- für StudentInnen der ÖAS
€ 175,- für Mitglieder der ÖAS
€ 190,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS


Hedwig Wagner
DSA, Systemische Familientherapeutin, Lehrtherapeutin der ÖAS
Tanja Dinter
Tanzpädagogin, Architektin

Selbsterfahrungsseminar*:
Kommunikations- und Bewegungsmuster

Systemische Therapie betont die sprachliche Kommunikation im Finden und Erfinden unserer Welten, unserer Problem- und Erfolgsgeschichten. Welche Rolle spielen unser Körper und unsere Bewegungsmuster dabei?
In diesem Seminar beschreiten wir über Körperarbeit einen alternativen Weg der Selbsterfahrung. Unser Körper stellt als „Wohnung des Ich“ ein Medium dar, das in seiner Materialität direkt mit seiner Umgebung in Verbindung steht. Auch dem Körper ist es nicht möglich, nicht zu kommunizieren. Wir untersuchen die Grundprinzipien unserer Körper-Sprache. Wir erforschen und gliedern mittels angeleiteter, strukturierter Improvisation die uns innewohnende Bewegungsvielfalt. Dies lässt uns persönliche Bewegungs- und damit auch Kommunikationsmuster erkennen.
In weiterer Folge beschäftigen wir uns mit Bewegungs- und Beziehungsstrukturen. Die eigene Körperlichkeit hilft uns, unseren Umgang mit anderen bewusst zu erleben und zu gestalten: Wie gehe ich in Bewegung auf meine Mitmenschen ein? Leite ich gerne eine Bewegung an oder folge ich lieber jemandem, der eine Bewegung vorgibt? Kommuniziere ich in Bewegungs-Sprache mit anderen oder ziehe ich mich in meinen eigenen Bewegungs-Umraum zurück? Welche Strategien wende ich als sich bewegender Teil einer Gruppe an? Die gesammelten Erfahrun-gen werden in Bezug auf persönliche Anliegen und hinsichtlich der Bedeutung für die psychotherapeutische Arbeit reflektiert. Wir arbeiten alternierend mit Körper/Bewegungs- und Reflexionseinheiten.
Bitte geeignete Kleidung mitbringen!

Ort: ÖAS 20 Einheiten (à 45 min)
Datum: 28.-30.05.2010 Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
So 9.00 – 13.00 Uhr
Kosten: € 218,- für StudentInnen der ÖAS
€ 233,- für Mitglieder der ÖAS
€ 247,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS
Einzahlung an Konto:
Hedwig Wagner, BAWAG, BLZ 14000, Kntnr.04810043151


Traude Tauber
AHS-Lehrerin, Systemische Familientherapeutin, Lehrtherapeutin der ÖAS

Theorieseminar*:
Historische und politische Einflüsse in der Psychotherapie

Die Geschichte und die politischen Verhältnisse eines Landes prägen auch die Menschen - und ihre psychischen Beschwerden. Wie kann dies in der Therapie berücksichtigt werden? Welche Fragen sollten Platz haben um auch den gesellschaftspolitischen Aspekt zu sehen? Wie kann mit Fragen von Macht und Ohnmacht umgegangen werden?

Themen wie Entwurzelung, Vertreibung, Unterdrückung in der Familiengeschichte können über Generationen wirken.
Besonderes Augenmerk soll auf die österreichische Geschichte gelegt werden, aber es soll auch Platz für das Thema von Integration und Assimilation sein.

Methoden: Vortrag, Diskussion, Aufstellungen, Genogramme

Ort: ÖAS 15 Einheiten (à 45 min)
Datum: 18.-19.06.2010 Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten: € 160,- für StudentInnen der ÖAS
€ 175,- für Mitglieder der ÖAS
€ 190,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS

Susanne Klingan
Systemische Familientherapeutin, Lehrtherapeutin in Ausbildung der ÖAS
Gerald Binter
Systemischer Familientherapeut, Lehrtherapeut der la:sf

Selbsterfahrungsseminar*:
Geschwisterbeziehungen – eine Spurensuche

Beziehungen zwischen Geschwistern lassen sich auf vielfältige Weise beschreiben. Bestimmte Randbedingungen (dieselben Eltern, dieselbe Familiengeschichte; die lange Dauer der Beziehungen; erste Peergroup-Erfahrungen) geben ihnen in jedem Fall einen besonderen Stellenwert. Erfahrungen, die wir als Schwester oder Bruder gesammelt haben, leben weiter in unseren aktuellen Beziehungen zu FreundInnen, PartnerInnen, KollegInnen usw.

In diesem Seminar möchten wir Sie dazu einladen, sich im Kontext Ihrer Geschwisterbeziehungen zu reflektieren:

  • Welche Spuren haben Sie in ihrem Leben gezeichnet?
  • Wie wirken sie in die Gegenwart?
  • Wie können neue Spuren gelegt werden?
  • Welche Perspektiven eröffnen sich für Sie dadurch?
Ort: ÖAS 20 Einheiten (à 45 min)
Datum: 25.-27.06.2010 Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
So 9.00 – 13.00 Uhr
Kosten: € 218,- für StudentInnen der ÖAS
€ 233,- für Mitglieder der ÖAS
€ 247,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS

Ingeborg Saval
Systemische Familientherapeutin, Psychagogin, Diplompädagogin

Theorieseminar:
Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen: Systemische und pädagogische Interventionen und Prävention

Wenn junge Menschen aus dem Gleichgewicht fallen, entwickeln sie auffälliges Verhalten. Sowohl die betroffenen Kinder und Jugendlichen selbst, als auch Familien und Pädagogen stehen den daraus resultierenden Schwierigkeiten oft verunsichert und verärgert gegenüber. Im Spannungsfeld von Verständnis, Überforderung und Problemen im sozialen Umfeld liegen viele offene Fragen:
Sind Verhaltensauffälligkeiten Ausdruck von Beziehungsstörung oder eher ein gesellschaftliches Phänomen? Welche positiven Kehrseiten können sie in sich bergen und welche Rolle spielt welche Erziehung? Welche Rahmenbedingungen und Diskurse ermöglichen hilfreiche Sichtweisen?
Inhalte:

  • Besonderheiten in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen – spezielles
    Eingehen auf die unterschiedlichen Alters- und Entwicklungsstufen
  • Psychotherapeutische und pädagogische Erklärungsmodelle für
    auffälliges Verhalten
  • Unterstützung der Bezugspersonen am Beispiel ADHS
  • Ideenpool: Kreative Methoden, praxisbezogene Materialien und
  • Strategien für Institution und Praxis
  • Zur Fragwürdigkeit von normalem Verhalten

Mit Hilfe von theoretischem Input, Diskussion und anhand von Fallbeispielen und Übungen werden Ideen für die psychotherapeutische Praxis gefunden und veranschaulicht.

Ort: ÖAS 15 Einheiten (à 45 min)
Datum: 10.-11.09.2010 Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten: € 160,- für StudentInnen der ÖAS
€ 175,- für Mitglieder der ÖAS
€ 190,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS

Robert Koch
DSA, Systemischer Familientherapeut, Lehrtherapeut der ÖAS
Emanuela Thurner
Systemische Familientherapeutin

Selbsterfahrungsseminar*:
Vom Leben auf die Bühne!

„Wenn du mehr arbeitest als spielst, nimmst du das Leben nicht ernst.“
Sprichwort aus Hawaii

Hätten folgende Personen an diesem Workshop teilgenommen, wäre Desdemona noch am Leben, Gretchen mit Mephisto in Las Vegas und Lot`s Frau hätte sich nicht nur umgedreht, sondern wäre gleich in die andere Richtung gegangen.
Das Theater wurde bereits in der Antike als therapeutisches Mittel (Katharsis) erkannt und eingesetzt, wir erweitern diesen Ansatz durch den kommunikativen Prozess mit ihren Ressourcen. Der kreative Prozess des Spielens und Handelns (griech.: Drama) ermöglicht Ihnen, neue Zugänge und Ressourcen zu entdecken. Über eine Kunst- und Theaterfigur (Meta-Ebene), welche Sie in diesem Seminar erarbeiten, kommen Sie zu ihren vielen verborgenen, vergessenen, verdrängten Anteilen und im Zusammenspiel mit ihren MitspielerInnen, beginnt ein geleitetes prozessorientiertes Arbeiten. Durch die dramaturgische Rollenarbeit probieren Sie neue Verhaltensweisen aus und der spielerische Umgang mit diesen ermöglicht neue Perspektiven und Einblicke.

Ort: Fladnitz an der Teichalm 22 Einheiten (à 45 min)
Datum: 24.-26.09.2010 Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
So 9.00 – 13.00 Uhr
Kosten: € 218,- für StudentInnen der ÖAS
€ 233,- für Mitglieder der ÖAS
€ 247,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS

Für Unterkunft mit Frühstück im Waldgasthof Reisinger ist zu den Seminarkosten zusätzlich ein Betrag von € 80,- zu bezahlen.
Anmeldung bis 01.06.2010, Frühbucher (bis 01.03.2010) erhalten einen Abschlag von 10 % der Kosten. Eine Stornierung ist ab 01.07.2010 nicht mehr möglich.


Ferdinand Wolf
Klinischer- und Gesundheitspsychologe, Systemischer Psychotherapeut,
Lehrtherapeut der ÖAS
Inge Frech
Systemische Psychotherapeutin, FA für Geburtshilfe und Frauenheilkunde, Lehr-therapeutin der Österreichischen Ärztekammer für das PSY-Diplom

Theorieseminar*:
"Denn die einen sind im Dunkel…" – Psychotherapeutisches Handeln im Netz der Organisation

Sehr oft spielt sich der Alltag einer/s PsychotherapeutIn in einer Institution oder Organisation ab, in der zunächst auftragsmäßig gar nicht die Profession der Psychotherapie, sondern ein anderer Quellenberuf (z.B.: Arzt, LehrerIn, SozialarbeiterIn,…) im Mittelpunkt steht. Wie ist es möglich, in einem derartigen Kontext, die in der Psychotherapieausbildung erworbenen und verfeinerten Fähig-keiten so anzuwenden, dass sie den KlientInnen zu gute kommen und gleichzeitig den Mechanismen der Organisation nicht quer laufen? Diese Frage stellt sich vor allem auch dann, wenn es um die Arbeit mit unterschiedlichen Auftragssituationen und interdisziplinär zusammengesetzten Teams geht.
In diesem Workshop sollen aus den Erfahrungen der TeilnehmerInnen und der WorkshopleiterInnen die jeweils spezifischen Vorgangsweisen in verschiedenen Kontexten reflektiert und auch vor dem Hintergrund systemisch-soziologischer und lösungsfokussierter Modelle in Verbindung mit Ansätzen der Psychosomatik betrachtet werden.
Ziel ist es die Frage der psychotherapeutischen Identität im Netz vielfältiger Interaktionen außerhalb der Privatpraxis auf der Basis von Fallbeispielen, Rollenspielen und auch Videos praktisch zu erproben und für die TeilnehmerInnen nutzbar zu machen.

Ort: ÖAS 15 Einheiten (à 45 min)
Datum: 01.-02.10.2010 Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten: € 160,- für StudentInnen der ÖAS
€ 175,- für Mitglieder der ÖAS
€ 190,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS

Katharina Hinsch
Psychologin, Systemische Familientherapeutin
Joachim Hinsch
Psychologe, Systemischer Familientherapeut, Lehrtherapeut der ÖAS

Theorieseminar:


Paartherapie – systemische Konzepte


Paartherapie verleitet das Paar dazu, die Lösung beim anderen zu suchen und einzuklagen. PsychotherapeutInnen produzieren oft mehr desselben, reagieren - mit therapeutischen Mitteln - oft ähnlich wie wichtige Andere. Es ist Aufgabe der Therapie, möglichst schnell neue Lösungsräume zu öffnen, neue Unterscheidungen einzuführen.
Eine hilfreiche Unterscheidung betrifft Liebe, Partner- und Elternschaft.
Identität soll als relationale Identität verstanden werden.
Die Ziele der Partner stehen meist in engem Zusammenhang, die Themen klingen oft ähnlich. Wichtig ist es, das Thema des Einen nicht mit dem Thema des Anderen zu vermischen, einen Machtkampf sozusagen als geglückte Vermischung dieser Themen zu betrachten.
Als Setting schlagen wir „Einzeltherapie in Anwesenheit des Anderen" vor, dass also jeder Partner sich in seiner Individualität, seinen Wünschen und Zielen zeigen und gesehen werden kann.
Außerdem möchten wir in diesem Seminar unsere Art der Co-Therapie vorstellen, die die Interaktion der Therapeutin mit dem Therapeuten sehr in den Vordergrund stellt.
Ort: ÖAS 15 Einheiten (à 45 min)
Datum: 15.-16.10.2010 Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten: € 160,- für StudentInnen der ÖAS
€ 175,- für Mitglieder der ÖAS
€ 190,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS

Sabine Klar
Humanethologin, Religionspädagogin, Systemische Familientherapeutin, Lehrtherapeutin der ÖAS
Franz Reithmayr
Philosoph, Grundlagenforscher, Lebens- und Sozialberater

Selbsterfahrungsseminar:
Menschen sind komische Viecher. Auf der Suche nach dem eigenen Tier

Trotz aller Selbstabgrenzung des Menschen als das vom Tier grundsätzlich und fundamental verschiedene Lebewesen: Die Biologie ist unausrottbar. Die Missachtung und Verleugnung der animalischen Basis führt zur Missachtung und Verleugnung wesentlicher natürlicher Bedürfnisse und zu zahlreichen Missverständnissen im Umgang miteinander und mit sich selbst. Es ist relativ einfach zu akzeptieren, dass kleine Kinder und Kuscheltiere wegen des "Kindchenschemas" so süß sind, oder dass Menschen ohne Rückzugsraum unter sozialem Stress leiden. Es ist schon schwieriger wahrzunehmen, dass man selbst gerade zum "Angstbeißer" wird (auf eine kulturell überlagerte spezifische Weise), zu verstehen, was mit einem Gegenüber geschieht, das angegriffen wird (z.B. durch Vorwürfe), dem aber keine Fluchtmöglichkeit (z.B. Ausreden) gelassen wird, oder einzusehen, dass man durch das Überschreiten gewisser Grenzen dem Gegenüber keine andere Wahl lässt als Selbstaufgabe oder Gegenangriff. Wir experimentieren mit ethologischen Beobachtungsperspektiven und Beschreibungs- formen mit dem Ziel, das "Tier", das sich auf diese Weise in uns entdecken lässt, zu bemerken und eigene Bedürfnisse bzw. Impulse, die damit in Zusammenhang stehen, besser zu verstehen.

Ort: ÖAS 20 Einheiten (à 45 min)
Datum: 22.-24.10.2010 Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
So 9.00 – 13.00 Uhr
Kosten: € 218,- für StudentInnen der ÖAS
€ 233,- für Mitglieder der ÖAS
€ 247,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS

Traude Tauber
AHS-Lehrerin, Systemische Familientherapeutin, Lehrtherapeutin der ÖAS

Selbsterfahrungsseminar*:

Transgenerationale Muster und Traumata – lösungsorientiertes Aufstellen

Festgefahrene Muster, immer wieder kehrende ähnliche Problemstellungen – vielleicht auch über Generationen – können mit Hilfe von Aufstellungsarbeit aus einem neuen Blickwinkel gesehen werden.
Mit Strukturaufstellungen (nach Insa Sparrer und Mathias Varga von Kibèd) wird Lösungsorientierung fassbarer und vielleicht erreichbarer.
Aufgestellte Problemstrukturen können die eigene Familie, die eigene Psychosomatik, innere Konflikte etc. behandeln. Methodik: Lösungsorientierte Strukturaufstellung

Ort: ÖAS 20 Einheiten (à 45 min)
Datum: 05.-07.11.2010 Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
So 9.00 – 13.00 Uhr
Kosten: € 218,- für StudentInnen der ÖAS
€ 233,- für Mitglieder der ÖAS
€ 247,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS

Sabine Klar
Humanethologin, Religionspädagogin, Systemische Familientherapeutin, Lehrtherapeutin der ÖAS

Theorieseminar*:
Erleben sichtbar werden lassen

Methodenseminar zu nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten von Haltungen und Beziehungsdynamiken Die im systemischen Feld seit langem üblichen Beziehungsskulpturen können als räumlich platzierte Metaphern betrachtet werden, die die eigene Befindlichkeit in einem Bild über die erlebte Situation auf nonverbale Weise plastisch zum Ausdruck bringen. Aus dem, was Menschen in solchen Darstellungen erleben, lässt sich für sie selbst und für die TherapeutIn viel über jene einfachen Bedürfnisse, Impulse und Bestrebungen lernen, die sie im Hintergrund ihres bewussten Denkens und ihrer sprachlichen Formulierungen bestimmen und bewegen. Daraus kann sich ein besserer Zugang zu sich selbst und zu anderen ergeben.
In dezidierter Absetzung zu jenen Spielarten systemischer Beziehungsskulpturen, die sich in den letzten Jahren unter dem Titel „Aufstellung“ da und dort ein spezifi-sches Gepräge gegeben haben, sollen in diesem Methodenseminar alternative Formen (bewegte, sprechende Skulpturen, szenische Darstellungen mit dem inneren „Viech“, Spiel mit Körperhaltungen und -bewegungen) auf der Basis einer partnerschaftlichen und ideologiefreien Haltung vermittelt und exploriert werden. Zu meiner Position bzgl. „Hellingersche Aufstellungen“ siehe:
http://iam.or.at/ (Materialien; Reflexionen IV) und
http://www.oeas.at/diskussionsforum.htm

Ort: ÖAS 15 Einheiten (à 45 min)
Datum: 26.-27.11.2010 Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
Kosten: € 160,- für StudentInnen der ÖAS
€ 175,- für Mitglieder der ÖAS
€ 190,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS

Andrea Brandl-Nebehay
Soziologin, Dipl.Sozialarbeiterin, Systemische Familientherapeutin,
Lehrtherapeutin der ÖAS

Selbsterfahrungsseminar*:
Vom Harmonisieren und der Lust am Streiten – meine Konfliktmuster

Ärger am Arbeitsplatz, Streit mit dem Partner, Konflikte mit den eigenen Kindern oder Eltern, sind in fast jeder Psychotherapie ein Thema - ganz besonders aber in Paar- und Familientherapien.

Systemische PsychotherapeutInnen sind also in ihrer Arbeit ständig mit dem Konfliktverhalten ihrer KlientInnen (bzw. mit Erzählungen darüber) konfrontiert. Um Konfliktmuster erkennen und therapeutisch hilfreich damit arbeiten zu können, soll dieses Seminar Gelegenheit bieten, sich mit den eigenen Strategien im Konfliktfall und deren Vor- und Nachteilen auseinander zu setzen.

Ort: ÖAS 20 Einheiten (à 45 min)
Datum: 03.-05.12.2010 Fr 17.00 – 20.00 Uhr,
Sa 9.00 – 19.30 Uhr
So 9.00 – 13.00 Uhr
Kosten: € 218,- für StudentInnen der ÖAS
€ 233,- für Mitglieder der ÖAS
€ 247,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS

Einzahlung an Konto:
Brandl-Nebehay Training&Beratung KEG
Volksbank BLZ 43000, Kto.nr. 408 129 18 007


Die mit * versehenen Seminare werden für die ÖAS-Weiterbildung "Supervision und Coaching" besonders empfohlen.


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