Region Wien

Koordination und Programmgestaltung

Mag.ª Sora Mosch
Tel. 0664/535 11 99
Mail: sora.mosch(at)systhera.at

Mag. Johannes Gutmann BEd
Tel. 0681/102 00 605
Mail: johannesgutmann(at)gmx.at

Ort

ÖAS • Eßlinggasse 17/2 • 1010 Wien, jeweils um 19.00 Uhr

Die Teilnahme ist kostenlos, es ist keine Anmeldung erforderlich!
Offene Veranstaltung, auch Gäste (Nicht-ÖAS-Mitglieder) sind herzlich willkommen.
Bei jedem Jour Fixe werden auf Wunsch Teilnahmebestätigungen ausgeteilt. 
Anrechenbar als Fortbildung für eingetragene Psychotherapeut_innen; die Anrechenbarkeit für das Fachspezifikum ist mit der jeweils zuständigen Ausbildungsleitung zu klären.

Termine

Donnerstag, 13. Dezember

Ferdinand Wolf/Stefan Geyerhofer
"Problem- und Lösungsorientierung - zwei Seiten der selben Medaille"

Aufbauend auf den Biografien von John H. Weakland und Steve de Shazer und den Grundannahmen der von ihnen entwickelten Therapieansätze, wollen Ferdinand Wolf und Stefan Geyerhofer Ähnlichkeiten und Unterschiede von Problem- und Lösungsfokusierung darstellen. Sie werden die beiden Ansätze als sich ergänzende, vielleicht auch komplementäre Seiten ein und derselben Medaille beschreiben, und Implikationen für die Praxis Systemischer Therapie diskutieren.

Zu den Referenten: (beide) Klinische Psychologen, Systemische Familientherapeuten, Lehrtherapeuten der ÖAS

 

Donnerstag, 24. Jänner 2019

Daniela Hofmann                                                 
"Ohren haben keine Lider - Eine philosophisch poetische Betrachtung über das Vor- und Miteinander lesen von Lyrik in der Psychotherapie mit traumatisierten Menschen."

>Das Wort ist ein innerer Klang - Kandinsky    Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem - Novalis ...<

Unser Ohr gilt seit alters her als Tor zur Seele, kein Sinnesorgan kann so differenziert wahrnehmen wie das menschliche Ohr. Wir hören, bevor wir sehen. Von allen Sinnesorganen ist das Ohr das erste, das beim menschlichen Embryo ausgebildet wird.  Ungeborene nehmen Signale und Geräusche über die Haut, über die Luft und über die Knochen wahr; sie hören die rhythmischen Herztöne der Mutter sowie ihren Atem und ihre Stimme,  ihre Verdauungsgeräusche und das Knurren ihres Magens. Dazu noch viele andere Geräusche, die von der Außenwelt kommen. Ein Klang  wird dem Fötus  zu seinem Gehör gebracht, den er weder benennen, noch verstehen kann, der jedoch seinen Körper in eine Erregung versetzt, damit  beginnt unser Bewusstsein. Unser Ohr begleitet uns bevor wir in die Welt kommen und bleibt auch  in der Stunde unseres Todes zum Hören geöffnet. (Nancy,2002)
Ausgehend von diesen Gedanken entwickelte ich seit 2001, vorerst anhand der Philosophie von Martin Heidegger und meiner Erfahrungen in der Zen Meditation eine Methode, die mir die Möglichkeit gab, über Gedichte mit meinen Klient_innen in Resonanz zu treten und einen Impuls, ihr Leben wieder in der Sprache zu entwerfen. Menschen treten durch das Rezitieren eines von mir selbst geschriebenen oder ausgewählten Gedichtes in einen körperlichen Dialog (Widerhall) und öffnen sich Räumen, die in sich neue Erfahrungen bergen.

Zur Referentin: Radiologietechnologin, Studium der Philosophie und Politikwissenschaft, systemische Therapeutin, Supervisorin und Coach. Seit 2001 Zenmeditation und erste Erfahrungen mit Rezitation, Autorin von: "Gedichte aus der Sprachlosigkeit"

 

Donnerstag, 21. Februar 2019

Clara Beirer/Robert Koch
"Psychotherapie unter Miteinbeziehung des Pferdes." - Ein Bericht vom ersten schulenübergreifenden Pferdecurriculum

Im Jänner 2018 startete das erste Ausbildungscurriculum für Psychotherapeut_innen, Psycholog_innen und Ärzt_innen die in ihre Arbeit Pferde miteinbeziehen. Es nahmen 14 Teilnehmer_innen unterschiedlicher Fachrichtungen teil. Der zertifizierte Abschluss war im August 2018. Wir wollen über diese spannenden unterschiedlichen Ansätze, aber auch den äußerst nutzbaren Anteil für Klient_innen berichten.

Zu den Referenten: Clara Beirer, MA: Systemische Familientherapeutin, Mediatorin; Robert Koch, MSc: Lehrtherapeut für Systemische Familientherapie, Leiter des Institutes für pferdegestützte Kommunikation

 

Donnerstag, 28. Februar 2019

Buchpräsentation: "Patchworkfamilien beraten“ – Dr. Corina Ahlers
Zum diesem Thema gibt es Unmengen an Literatur. Aber der Diskurs zur dauerhaften Liebe oder zu den Lebensabschnittsbeziehungen verändert sich rasant. Zum Leben der Kinder und der Jugendlichen, der Erwachsenen darin, gibt es täglich neue Erfahrungen. Das kleine Buch beleuchtet Ausschnitte aus der Trennung und Neugestaltung des Zusammenlebens praxisbezogen und alltagsnah. Lernt man den systemischen Blick, so kann man die Komplexität dieser Lebensräume gut erfassen und als Professionelle zielgerecht und optimal ressourcenorientiert handeln. Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Oktober 2018

Zur Autorin: Lehrende, Ausbildungskommissionsleitende und Gründungsmitglied der ÖAS, selbst patchworkgeübt in allen Perspektiven: Mutter, Hinzukommende, Frau, Oma. Gründerin des Zentrum Familieneu zur Bewältigung von Trennung und Neuzusammensetzung von Beziehungen mit Kindern und ohne Kinder.


Donnerstag, 14. März 2019

Dr. Izabela Horodecki, MAS
„Einführung in die Glücksspielsucht. – Praxisrelevante Aspekte der Behandlung.“

Bei 25% der bei der „Spielsuchthilfe“ Hilfesuchenden weiß von der Spielsuchtproblematik niemand in ihrem Umfeld, bei weiteren 31% ist nur eine Person (teil-) informiert. Direkt betroffen sind in Österreich mind. 64.000 Personen, wobei mitbetroffene Angehörige (ca. 7 Personen pro Spielsüchtige_r) in dieser Zahl nicht berücksichtigt sind. Im Vergleich zu anderen psychischen Störungen wird die Glücksspielsucht noch immer tabuisiert, obwohl die Problematik als Diagnose (pathologisches Spielen) seit langem (1980 /DSM III, 1991 /ICD 10) bekannt ist. 2018 wurde die Glücksspielsucht nach DSM 5, auch im ICD - 11 reklassifiziert und als bisher einzige Verhaltenssucht als eigenständige Diagnose „Gambling disorder (6C50)“ – „Störung durch Glücksspiele“ im Abschnitt: Störungen aufgrund von Suchtverhalten, aufgelistet. Auch niedergelassene Psychotherapeut_innen und Psychotherapeut_innen in diversen Beratungsstellen können von Betroffenen oder Mitbetroffenen konsultiert werden, ohne dass die Spielsuchtproblematik direkt thematisiert wird. Das Erkennen der Problematik und der störungsadäquate Umgang sind für den Beratungs- bzw. Behandlungserfolg relevant.

Zur Referentin: Klinische Psychologin, Psychotherapeutin (SF, Hypnotherapie), behandelt Glücksspielsüchtige und Angehörige Spielsüchtiger seit 1986, Leitung der „Ambulanten Behandlungseinrichtung Spielsuchthilfe“. Psychotherapeutin und Supervisorin in freier Praxis seit 1995.

 

Donnerstag, 28. März 2019

Jennifer Kernreiter
„Projekt - Anonyme Geburt“

Vorstellung des Projekts "Anonyme Geburt": Die Studie untersucht erstmalig die anonymen Schwangerschaften und Geburten in Österreich wissenschaftlich. Das Ziel unserer Befragung ist es, Betroffene (schwangere Frauen und Adoptivfamilien) besser zu unterstützen, ihre Bedürfnisse besser zu verstehen und diese besser abzudecken als es derzeit der Fall ist.

Zur Referentin: Psychologin und systemische Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision mit Erfahrungen in der psychosozialen Betreuung von Kindern, Jugendlichen und deren Familien an der Tagesklinischen Station für Psychosomatik im AKH Wien.Dissertation zum Thema Anonyme Geburt: Psychosoziale Aspekte der abgebenden Frauen, der adoptierten Kinder und ihrer Adoptivfamilien.