Steve de Shazers plötzlicher Tod hat
hier in Wien uns alle in tiefe Bestürzung gestürzt. Die
Nachricht löste sofort einen Sturm im Telefonnetz aus. Viele
Anrufe waren nicht nur Nachricht, sondern entsprangen auch der
Sorge, wen man jetzt unbedingt benachrichtigen muss. So etwas löst
nicht jemand aus, der bloß sehr bekannt oder berühmt ist,
sondern offensichtlich war er für viele, selbst wenn sie ihn
nicht persönlich gut kannten, ein lieb gewordener großer
Freund, ein großer Bruder geworden.
Seine Idee, nicht das System "Problem" sondern
das System "Lösungen" anzuschauen, hat in der Szene
einen Erdrutsch ausgelöst. Danach war nichts mehr wie vorher.
Er hat damit so tiefe Spuren hinterlassen, wie es nur ganz
wenigen Menschen vergönnt ist: Er hat das Denken verändert.
Aber sein Tod lässt diesen Weg nur schwer finden. Der
Verlust ist zu groß, um schnell wieder in Lösungen denken zu können.
Joachim Hinsch, Leiter des Wiener Instituts für Ehe- und
Familientherapie und ÖAS(13.9.2005)
Brief von Ferdinand Wolf, der in den
letzten Stunden bei Steve de Shazer war. an die systemische
Mailing-Liste:
Liebe Freunde von SYSTEM-L,
Steve sollte gestern und heute ein Seminar in Wien
gestalten. Er kam Samstag nachmittags von London nach Wien. Wir
hatten vor zwei Wochen vereinbart kurz nach seiner Ankunft - wie
immer -.gemütlich bei Bier und gutem Essen zusammenzusitzen und
über Gott und die Welt zu plaudern. Ich wurde von der
Flughafenambulanz zu Hause kontaktiert (Steve wollte alleine vom
Flughafen ins Hotel kommen), daß Steve in einem kritischen
Zustand sei. Ich ersuchte, ihn mir ans Telefon zu geben. Er übermittelte
mir - bereits schwer atmend - seinen dringenden Wunsch nach ärztlicher
Hilfe. Wir entschieden, daß er sofort in ein Krankenhaus kommen
sollte. Ich kam auch dort an, als er eingeliefert wurde.
Wir konnten noch kurz sprechen. Er war bereits an ein
Beatmungsgerät angeschlossen. Das Sprechen strengte ihn sehr
an.Ich hielt ihn an der bereits mit mehreren Schläuchen
versehenen Hand. Steve sagte, daß er sehr froh wäre, mich
jetzt bei sich zu haben. Der Flug wäre für ihn schrecklich
gewesen. Er war bereits in London etwas verkühlt gewesen. Ich
sollte versuchen, ihm ein Telefon zu besorgen und wenn möglich
die Gruppe in Wien, aber auch Insoo und Harry Korman in Malmö
zu kontaktieren. Ich versprach ihm das alles zu tun. Der Arzt
ersuchte mich bald zu gehen, da Steve offensichtlich an einer
schweren Pneumonie litt. Steve ersuchte mich noch einwenig zu
bleiben und ihm von meiner Familie und meinen derzeitigen
Projekten zu erzählen. Nach einigen Worten ersuchte mich der
Arzt das Zimmer zu verlassen. Wir verabschiedeten uns in der für
Steve bezeichnenden humoristischen Art. Nach meinem "Good night!"
antwortete er "Maybe not GOOD night, but NOT TOO BAD night".
Ich
stellte mich den Ärzten als Verbindungsperson zur Verfügung
und ersuchte sie, mich über alles auf dem laufenden zu halten.
Zwei Stunden später erlitt er einen septischen Schock. Er wurde
in künstlichen Tiefschlaf versetzt und erhielt Antibiotika, da
sein Immunsystem nicht funktionierte. Sonntag vormittag war
Steve noch immer im Tiefschlaf. Sonntag nachmittag kam Insoo per
Flugzeug von Kopenhagen. Ich holte sie vom Flughafen ab, von wo
wir sofort ins Krankenhaus fuhren. Steve's Zustand
verschlechterte sich zusehends. Er verblieb weiterhin im
Tiefschlaf und sollte nicht mehr aufwachen. Insoo verblieb bei
sehr lieben Freunden von uns beiden in Wien, da ich 40 km außerhalb
von Wien wohne. Um 23 Uhr wurde ich vom Spital kontaktiert, daß
sich der Zustand weiter verschlechtere und in absehbarer Zeit
mit dem Tod von Steve zu rechnen sei. Ich informierte sofort
Insoo, sodaß sie noch rechtzeitig bei Steve sein konnte und er
um 23.47 in ihrem Beisein starb. Wir haben dann gestern
gemeinsam mit den beiden Freunden, Marianne Rössler und
Wolfgang Gaiswinkler alle organisatorischen Belange im Spital
und auch außerhalb erledigt. Heute wird Insoo zur Botschaft und
zum Bestattungsinstitut gehen. Sie hat entschieden eine
Feuerbestattung in Wien durchführen zu lassen, um die Urne dann
nach Milwaukee zu überführen.
Es ist beindruckend wie Insoo in ihrer unnachahmlich
bescheidenen Art mit der Trauer über den Tod von Steve umgeht
und zurechtkommt. Auch sie ist froh, hier nicht alleine zu sein.
Sie ist auch stark beeindruckt und berührt über die
unglaubliche Anteilnahme aus aller Welt und ersucht mich Euch
/Ihnen ihren Dank dafür zu übermitteln.
Es ist für mich noch immer unfaßbar einen derartig außergewöhnlichen
Menschen, Freund, Lehrer, Kumpel und Spiritus Rektor wie Steve
verloren zu haben. In meinem Herzen wird er immer bleiben.
Ferdinand Wolf, ÖAS (13.9.)
Liebe
KollegInnen,
Insoo hat mich ersucht, nocheinmal allen
zu danken für die Anteilnahme.
Aber sie hat mich auch ersucht, Euch alle zu bitten mit
ihr Geduld zu haben. Sie hat damit zu kämpfen, die Situation zu bewältigen.
Sieersucht Euch alle geduldig abzuwarten, bis es ihr möglich
sein wird eineAnkündigung auszuschicken. In Wien wird keine Zeremonie
stattfinden.
Ferdinand Wolf
(13.9.)
Steve
was one of the last remaining of the original founders in
the family therapy movement. He was also an innovator, an
iconoclast, and a true genius. He was also a very very dear
family friend, and will bevery missed.
Terry
(aus der systemischen Mailing-List)
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Ein
Nachruf von Kurt Ludewig
Was
soll man sagen, wenn es nichts mehr zu sagen gibt? wenn eben
derjenige, der es hören sollte, nicht mehr da ist? Angesichts
des Unvermeidlichen und der ärgerlich bedrückenden Vergänglichkeit
ist allenfalls mit Steves Vorbild, Wittgenstein, das
Uneinklagbare zu beklagen. Mit Steve geht ein Freund, ein
Meister, ein Vorreiter, ein als Mensch letztendlich Unergründbarer
von uns. Wir kannten uns seit 1984. Ich besuchte ihn in
Milwaukee, nachdem uns sein Kollege aus dem BFTC, Alex Molnar,
die auf Steve de Shazer zurückgehende, spezielle Arbeitsweise
des BFTC kurz demonstriert und uns damit nachhaltig für den lösungsorientierten,
kurzeittherapeutischen Ansatz gewonnen hatte. Ich lernte damals
einen wortkargen, abwechselnd tiefblickend und dann scheu den
Augenkontakt meidenden, äußerst europäischen Nordamerikaner
kennen. Ich sah ihn und einige seiner Kolleginnen und Kollegen
von hinter der Einwegscheibe arbeiten, delektierte mich an der
Wirkung seiner genialen Standardinterventionen, dürfte die
anteilnehmende, empathische Haltung dieses sonst so knurrischen
Steve zu seinen Klienten spüren, war also fasziniert und
begeistert. Seitdem kamen wir oftmals zusammen, ob in Hamburg,
Heidelberg, Münster, New York oder Prag. Wir mochten uns,
stritten zuweilen, warfen uns die Bälle zu, tranken gemeinsam
Bier und waren dennoch nie eine nach üblichen Maßstäben
regelrechte Männerfreundschaft. Es war etwas anderes, nicht
klar Einzuordnendes, Vielfältiges, vielleicht das, was Humberto
Maturana Liebe nennt. Es bleibt nur zu sagen: Noch einmal einer
der unseren, der dahin geht - und das ist manchmal arg schwer
auszuhalten! I’ll miss you, dear friend! Die
systemische Welt ist um eine zentrale Säule ärmer geworden.
Dr. Kurt Ludewig
Ein
Nachruf
von Ferdinand Wolf
Steven Darwin DE SHAZER
(25.Juni
1940, Milwaukee/Wisconsin – 11.September 2005, Wien/Österreich)
Steve
DE SHAZER verstarb am 11. September 2005 in Wien an den Folgen
einer Lungenentzündung im Krankenhaus im Beisein seiner Frau
Insoo Kim BERG.
Steve
DE SHAZER entstammte einer Familie mit elsässischen und
deutschen Wurzeln und war von Geburt an in Milwaukee/Wisconsin
ansässig.
Sein
Vater war Elektrotechniker, seine Mutter Opernsängerin. Diese
Kombination von handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten
war es auch, die ihn in seinem ganzen Leben begleiten sollte. So
absolvierte er in Milwaukee ein Kunststudium (B.F.A), um sich in
weiterer Folge dem Studium der Soziologie zuzuwenden, das er mit
einem Master’s Degree (M.S.S.W) abschloß.
Im
Rahmen seiner soziologischen Studien kam er in Kontakt mit dem
MENTAL RESEARCH INSTITUTE
(MRI) in Palo Alto/Kalifornien, was zur Folge hatte, daß er
sich unter dem besonderen Einfluß von John H. WEAKLAND der
Psychotherapie zuzuwenden begann. Aus dieser Beziehung zu
WEAKLAND wurde schließlich eine lebenslange Freundschaft, deren
fruchtbare Auswirkungen in der Entwicklung von Steve DE SHAZERs
eigenem Modell und der Gründung des BRIEF FAMILY THERAPY CENTER
(BFTC) in Milwaukee - gemeinsam mit einem Team hervorragender
TherapeutInnen, zu denen auch seine Frau Insoo KIM BERG zählt -
ihren sichtbaren Ausdruck fanden.
Steve
DE SHAZER ist als der Erfinder des Lösungsfokussierten Ansatzes
(„SOLUTION FOCUSED BRIEF THERAPY") in der
psychotherapeutischen Fachöffentlichkeit eine zentrale Person
geworden.
Steve
DE SHAZERs bahnbrechende Überlegungen führten dazu, den Fokus
im therapeutischen Geschehen vom Problem des Klienten zu
problemfreien Phasen („Ausnahmen") und Lösungen zu bewegen.
Steve
DE SHAZER veröffentlichte fünf Bücher:
-
Muster
familientherapeutischer Kurzzeittherapie. Paderborn: Junfermann
Verlag
(engl.: Patterns of Brief Therapy)
-
Wege
der erfolgreichen Kurztherapie. Stuttgart: Klett-Cotta
(engl.: Keys to Solutions in Brief
Therapy)
-
Der
Dreh. Heidelberg: Carl Auer Systeme
(engl.: Clues: Investigating
Solutions in Brief Therapy)
-
Das
Spiel mit Unterschieden. Heidelberg:
Carl Auer Systeme
(engl.: Putting Difference to Work)
-
Worte
waren ursprünglich Zauber. Dortmund:
Borgmann Publishing (engl.: Words were originally Magic)
Außerdem publizierte er unzählige Artikel in
Fachzeitschriften. Seine Bücher sind in bislang 14 Sprachen übersetzt
worden. Ein weiteres Buch mit dem Titel „More Than Miracles:
The State of the Art of Solution-focused Therapy" hat er vor
kurzem fertiggestellt. Es wird posthum im Verlag The Haworth
Press erscheinen.
Steve
DE SHAZER hat gemeinsam mit seiner Frau Insoo KIM BERG den Lösungfokussierten
Ansatz in unzähligen Seminaren, Workshops und Kongreßpräsentationen
in den USA, in Kanada, Mexico, Asien, Großbritannien, Norwegen,
Schweden, Finnland, Dänemark, Polen, Bulgarien, Belgien,
Holland, Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland, der Schweiz
und Österreich gelehrt und erfahrbar gemacht.
Dies führte
auch zur Gründung von Vereinigungen, die zur Verbreitung des Lösungsfokussierten
Ansatzes beitragen sollten, wie etwa der EUROPEAN BRIEF THERAPY
ASSOCIATION (EBTA), von der seit mehr als 15 Jahren jährlich
stattfindende Konferenzen in verschiedenen Staaten
mitorganisiert werden.
Der Lösungsfokussierte
Ansatz hat seit einiger Zeit auch im Bereich des Coachings seine
Verbreitung gefunden. Dementsprechend hat sich in diesem Bereich
ein Netzwerk unter dem Titel „SOLUTIONS IN ORGANISATIONS"
(SOL) gebildet, das in Analogie zur EBTA mittels Konferenzen die
neuesten Erkenntnisse im Rahmen des Lösungsfokussierten
Ansatzes im Bereich Coaching und Management reflektiert. Auch
gibt es seit 2003 ein Masterstudium zum Lösungsfokussierten
Coaching an einer Privatuniversität in Wien, an der Steve DE
SHAZER in den letzten drei Jahren regelmäßig Vorlesungen und
Workshops abgehalten hat.
Was den
Menschen Steve DE SHAZER besonders ausgezeichnet hat, war eine
über allem stehende offene, wertschätzende, minimalistische
und im besonderen auch humoristische Haltung mit scharfer
Beobachtungsgabe und leidenschaftlichem Bemühen präzise in der
Sprache zu sein. Letzteres ist auch ein wesentlicher Teil seiner
wissenschaftlichen Bestrebungen gewesen, nämlich die
Erkenntnisse von Ludwig WITTGENSTEIN und Jaques DERRIDA, deren
Texte er im Original in Deutsch und Französisch zu lesen
vermochte, für das psychotherapeutische Handeln nutzbar zu
machen.
Steve
DE SHAZER war aber nicht nur Psychotherapeut und
Wissenschaftler, sondern ein Mensch mit umfassenden Interessen
und Kenntnissen. Neben seinen Beschäftigungen mit
Psychotherapie, Linguistik und Philosophie waren es zwei
besondere Leidenschaften, die ihn auszeichneten.
Steve
DE SHAZER war ein hervorragender Gourmetkoch mit Spezialwissen
in der asiatischen und europäischen Kochkunst. Er verfolgte die
Entwicklung auf diesem Gebiet mit grossem Interesse, indem er
neben verschiedenen Kochzeitschriften und Kochbüchern
beispielsweise monatlich „The Cook’s Illustrated" las und
daraus gewonnenes Wissen auch im Alltag und bei Treffen mit
Freunden umgehend praktisch umsetzte.
Seine
zweite Leidenschaft war die Musik. Er beherrschte nach einer
Ausbildung in klassischer Musik mehrere Instrumente und war als
versierter Saxophonist in jungen Jahren auch Mitglied in
professionell auftretenden Jazzensembles gewesen.
Dementsprechend galt seine Leidenschaft neben Johann Sebastian
BACH und Gustav MAHLER im besonderen der zeitgenössischen Musik
von Dimitri SCHOSTAKOWITSCH und dem Jazz u.a. von Duke
ELLINGTON, Thelonious MONK und Eric DOLPHY.
Sein
Alltag war auch von ausgedehnten Spaziergängen etwa am frühen
Morgen und am späten Abend bestimmt. Er interessierte sich auch
bei seinen Gesprächen mit Freunden sehr für deren Neigungen,
Interessen, Hobbies und die scheinbar banalen Alltäglichkeiten.
Darauf hatte er auch in seinen therapeutischen Gesprächen ein
Hauptaugenmerk gelegt, da für ihn die Alltagsbewältigung den
primären Schlüssel zu jeder Veränderung darstellte.
Steve
DE SHAZER hinterläßt seine Frau Insoo KIM BERG, seine
Stieftochter Sarah BERG, eine Schwester und mehrere Nichten und
Neffen.
Mit dem
Tod von Steve DE SHAZER betrauert die Gemeinde der von ihm
unterrichteten und mit ihm befaßten Menschen aus den Gebieten
der Psychotherapie und des Coachings eine ihrer kreativsten und
originellsten Persönlichkeiten. Er wird in ihren Herzen und in
ihrem Tun weiterleben.
(verfaßt von Ferdinand WOLF nach
Rücksprache und mit Zustimmung von Insoo KIM BERG am 15.9.2005)
Ein
Abschiedsbrief von Gerhard Walter und Rudi Kronbichler
(ÖAS Salzburg):
Lieber
Steve,
Unser
erster Kontakt zu Dir und Insoo ergab sich aus einer Anfrage von
Kurt Ludewig, ob wir daran interessiert wären Dich und Insoo
nach Salzburg einzuladen. Wir waren interessiert! Wir hatten
gerade begonnen, unser kleines systemisches Institut aufzubauen
und eine erste Ausbildungsgruppe lief im zweiten oder dritten
Jahr. Unsere therapeutische Orientierung war das Mailänder
Modell. Nach diesem ersten Workshop sahen wir diese Orientierung
in ihren Grundfesten erschüttert. Diese Erschütterung war
jedoch so konstruktiv, dass wir Dich und Insoo baten, zwei 6 tägige „Intensives" in Salzburg im darauf
folgenden Jahr durchzuführen. Das war vermutlich die erste
intensive Weiterbildung in lösungsorientierter Therapie im
deutschen Sprachraum und auch der Beginn einer beruflichen und
persönlichen Beziehung, die über die Jahre hinweg bestanden
blieb.
Über
Deine Bedeutung im Feld der systemischen Therapie werden andere
schreiben, wir möchten Dir für Deine Bereitschaft uns mit
Deinen Ideen vertraut zu machen danken, für Deine Ermutigung lösungsorientierte
Konzepte zu einem festen Bestandteil unserer Ausbildungen zu
machen, für viele gute Gespräche, sei es in einem Biergarten
oder bei einem gemütlichen Essen zu Hause, für Deinen Humor,
(den viele Teilnehmerinnen an Workshops nicht so erleben
konnten) und für viele Geschichten und Anekdoten aus der Welt
der systemischen Therapie, die Du uns erzählt hast.
Meine
(Rudi) letzte Begegnung mit Dir fand in einem thailändischen
Restaurant in Salzburg statt. Ich stand gerade vor meiner ersten
Reise nach Australien und Du rietst mir meine Augen und Ohren
offen zu halten, um die Unterschiede in der Tier und
Pflanzenwelt gegenüber Europa wahrzunehmen. So möchte ich Dich
auch gerne in Erinnerung behalten: als jemand, der uns darauf
aufmerksam macht, in dem, was scheinbar offensichtlich ist,
bedeutsame Unterschiede zu sehen.
Ich
(Gerhard) möchte Dir insbesondere für die ungeheuer
spannenden, lebendigen und kontroversiellen Workshops und die
dabei stattfindenden erfrischenden Live-Interviews danken, die
mir sicher unvergesslich bleiben werde.
Gerhard
und Rudi
Appreciations
By
Insoo Kim Berg
It
is difficult to accurately express my feelings in words at a time like this.
I just want to make an attempt here to let you know how much your generosity,
and kind gestures all help me to get through this difficult time. So,
thank you very much.
I
appreciate that so many of you took the time to reflect on Steve's work and
also took the time to tell me how much his work has influenced your personal
and professional life. It helps to ease the unspeakable pain of a loss,
to know that his life's work has been worthwhile and that you have all made
this world a little more humane and a kinder place.
While
we mourn his death, we also must move on with life. He was a man of
simplicity, irreverence for orthodoxy, and fought against injustice in his
many and small, personal ways. Even though he emphasized simple
mindedness, he was indeed a very complex and multi-faceted man of music,
art, literature, Sherlock Holmes, along with an appreciation for good food,
beer, wine, and the outdoors. He spoke many times about how fortunate
he felt his life has been and that he lived a good life, even while he was
very ill. His mind may seemingly wander, but he was a very focused,
intense, and passionate person in many ways. I do not wish to paint
him as a saint by any means, but was a very good man.
As
a way to move on, I want to inform you that there will be a number of
opportunities to join your colleagues in celebrations of Steve's life in
coming months. Just some events that I am aware of:
-
A
small group of colleagues met to reflect, watch his work on video, write
poems about Steve in Los Angeles, CA on Sunday, September, 25.
-
Another
brief memorial will be held at the SFP Trainer's conference in Amsterdam
on Friday, March 24 & 25, 2006. Steve was scheduled to do a
plenary on Wittgenstein's influence on SF Practice on March 24, '06. In
it's place, Janet Beavin Bavelas, a highly respected researcher at the
University of Victoria, will do a plenary on microanalysis of
conversation by using Steve's session with a client he interviewed in
London two days before his death.
-
The
SOL conference in Vienna from May 18 - 20, 2006 will devote a brief
segment of the conference on May 18th with a short memorial to Steve.
This will be followed by a concert at a house designed by Wittgenstein
in Vienna where Steve's favorite music will be played.
-
There
will be a detailed announcement about a newly created Steve de Shazer
Fund.
Again,
a sincere thank you to all who have been touched by Steve's work.
Weitere
Texte, Gedenkworte, Erinnerungen, Fotos etc. sind willkommen und
sollen hier Platz finden. Beiträge bitte an abrandl@chello.at
Weitere
Nachrufe auch im systemagazin
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