"Wenn ich nur aufhören könnte..." Systemische Therapie mit Menschen, die Alkohol/Drogen konsumieren und deren Angehörige

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In einer Zeit in der Menschen aufgefordert sind, sich selbst zu optimieren werden psychoaktive Substanzen vermehrt eingesetzt, z.B. um Gefühle zu regulieren oder Leistungsfähigkeit zu steigern. Der gesellschaftliche Umgang mit diesen Substanzen ist seit Langem ein sehr ambivalenter: z.B. unterliegt einerseits die Verbreitung marktwirtschaftlichen Interessen, andererseits soll die Funktionsfähigkeit erhalten sowie die Kosten für die Gesellschaft durch z.B. „Sucht“ gering bleiben.

Verlieren Menschen über ihren Konsum die Kontrolle organisieren sie sich oft erst nach längerer Leidensgeschichte und vielen gescheiterten Veränderungsversuchen Unterstützung oder werden unter Zwang in die Suchttherapie geschickt. Oft leiden Angehörige früher unter dem Konsum und wenden sich an Suchthilfeeinrichtungen.

Suchtdynamiken können sowohl für die Klient*innen selbst, als auch für Angehörige und Psychotherapeut*innen eine große Herausforderung darstellen. Dieses Seminar möchte bzgl. den Themen Drogenkonsum/Sucht Bedeutungs- und Handlungsmöglichkeiten für die Psychotherapie aufzeigen.

Themen des Seminars werden u.a. sein:

  • Geschichtliche und Gesellschaftliche Aspekte von Substanzkonsum
  • Multiprofessionelle Suchthilfe und deren Diskurse
  • System(theoret)ische Erklärungsansätze
  • Unterschiedliche Ansätze konstruktivistisch-systemischer Therapien
  • Fallbeispiele und Üben

Erik Zika
Systemischer Einzel-, Paar- und Familientherapeut, Lehrtherapeut, Weiterbildungen in Hypnotherapie und Ego-State-Therapie
Silke Grabenberger
Systemische Psychotherapeutin, Klinische Diplomsozialarbeiterin und freie Praxis

Ort ÖAS Wien
Datum 09.-10.10.2020 , 15 Einheiten (à 45 min) Fr 17.00 – 21.00 Uhr, Sa 9.00 – 18.30 Uhr
Kosten

€ 200,- für ÖAS-Student_innen
€ 215,- für ÖAS-Mitglieder
€ 230,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS