In unserer Trauer sind wir verbunden - Systemische Trauerbegleitung

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Menschen erfahren in ihrem Leben Verluste, oft kann sich Bedeutsames im Außen oder Innen unerwünscht verändern. Dies bringt in der Regel Trauerprozesse in Gang, die mehr oder weniger leidvoll erlebt werden und die mehr oder weniger „erlaubt“ sind. Eigene und soziale Bedeutungen sowie Erwartungen, vergangene Verluste, frühere Trauererfahrungen und „-strategien“ können in die aktuelle Situation hinwirken.

Dabei haben sich die Möglichkeiten zu trauern auch gesellschaftlich verändert. Kirchliche Trauerkulturen verlieren, neue Möglichkeiten (z.B. durch Social Media) gewinnen an Bedeutung. Verluste sollten in einer schnelllebigen Gesellschaftsordnung, wie dem Kapitalismus, rasch überwunden, Normalität und „Funktionalität“ wiederhergestellt werden.

In der Psychotherapie spielen häufig Trauerprozesse eine Rolle, die für Klient_innen sehr belastend sind, scheinbar sehr lange andauern oder keine Entwicklung zeigen bzw. sich sogar verschlechtern.

In diesem Seminar können wir uns u.a. mit folgenden Fragen und Themen beschäftigen:
•    Modelle von Trauerprozessen
•    Inwiefern ermöglichen oder verhindern gesellschaftliche Normen Trauerprozesse?
•    Für welche Probleme kann Trauern eine Lösung sein?
•    Was bedeuten innere/äußere Veränderungen (Verluste, etc.) für innere/äußere Beziehungen? Wie können diese neu gestaltet werden?
•    Wie können Therapeut_innen ihre Klient_innen bei Trauerprozessen unterstützen, damit etwas „leichter“ wird, etwas in Gang kommt?

Erik Zika
Systemischer Einzel-, Paar- und Familientherapeut, Lehrtherapeut der ÖAS, Weiterbildungen in Hypnotherapie und Ego-State-Therapie

Ort ÖAS Wien
Datum 29.-30.11.2019 , 15 Einheiten (à 45 min) Fr 17.00 – 21.00 Uhr, Sa 9.00 – 18.30 Uhr
Kosten

€ 200,- für ÖAS-Student_innen
€ 215,- für ÖAS-Mitglieder
€ 230,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS