Der Ansatz der neuen Autorität im Elterncoaching und Jugendlichenpsychotherapie

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Muster von Angst und sozialem Rückzug verändern helfen

Mehr und mehr Kinder und Jugendliche versinken in der unbegrenzten virtuellen Welt des Internets, von Computer und Smartphone, was nicht nur in den Aktivitäten Gefahren mit sich bringt, sondern vor allem auch mit einem Rückzug von der Außenwelt verbunden ist. Eine Folge sind ratlose Eltern, die mit oder ohne Kinder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. Möglichkeiten des Umgangs mit Ängsten, die zu einem Rückzug von der Außenwelt führen, stehen im Mittelpunkt dieses Seminars.

Die elterliche Ankerfunktion besteht in Omers Konzept darin, dass Eltern sich aktiv der Angst und dem Vermeidungsverhalten ihres Kindes entgegenstellen. Statt Vermeidungsverhalten zu tolerieren und dadurch Schritt für Schritt in immer mehr Einengung hineinzugeraten, sollten Eltern aufhören Aufgaben des Kindes zu übernehmen. Es geht darum, elterliche Präsenz zu zeigen bzw. diese Präsenz wieder zu erlangen, wenn sie verloren gegangen ist.

Input und kritische Diskussion des Konzepts aus systemischer Sicht, Arbeit an Fallbeispielen:

•    Grundbegriffe Neue Autorität, Ankerfunktion, wachsame Sorge
•    Herausforderung ambivalenter oder widersprüchlicher Positionen von Eltern
•    Umgang mit elterlichen Ängsten
•    Ressource des Einbeziehens von weiteren Menschen (Unterstützer_innen-Netzwerk)
•    Deeskalierende Kommunikation
•    Vorbereitung auf Krisen
•    Arbeit mit Ritualen, beispielsweise Erstellen von Dokumenten
•    Fördern von positiven innere Stimmen oder Anteilen des Kindes

Herbert Gröger
Systemischer Familientherapeut, Lehrbeauftragter u.a. für Eizelselbsterfahrung an der SFU, für Sozialkompetenz und Mangementmethoden an der FH Technikum Wien, Sozialwissenschaftler

Ort ÖAS Wien
Datum 06.-07.09.2019 , 15 Einheiten (à 45 min) Fr 17.00 – 21.00 Uhr, Sa 9.00 – 18.30 Uhr
Kosten

€ 200,- für ÖAS-Student_innen
€ 215,- für ÖAS-Mitglieder
€ 230,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS