Dem Tod begegnen

Merkliste zur Merkliste

merken zur Merkliste hinzufügen

Der Tod ist nach wie vor das große Tabu unserer Zeit. Verdrängt, geleugnet, an Medien und Institutionen delegiert. Ein spannendes Phänomen angesichts der einzigen Gewissheit unseres Lebens: Wir müssen sterben.
In der therapeutischen Praxis ist das Thema Tod jedoch regelmäßig und in vielerlei Gestalt präsent, wie zum Beispiel: akute Trauerbegleitung, Trauertherapie bei lang zurückliegender nicht (ausreichend) erfolgter Trauer, traumatische Todes- und Verlusterfahrungen, Angst vor dem eigenen Tod und/oder vor dem anderer, Suizidgedanken und (versteckter) in somatisierender Form, Unfall und lebens-bedrohliche Krankheit, Abtreibung, Totgeburt und Nahtoderfahrung.
Die damit verbundenen Gedanken und Gefühle sind vielfältig und reichen von Leugnung, Angst, Trauer, Zorn, Ohnmacht über Schuldgefühle bis hin zu Fragen nach Ethik, Sinn, Spiritualität und Religion.

Das Seminar spannt einen weiten Bogen von Forschungsergebnissen zu Trauer, Sterben und Tod über systemische Theorie und Methodik bis hin zu praxisrelevanten Beispielen und Selbsterfahrung.

Meine Überzeugung: Wer sich der eigenen Endlichkeit stellt, verliert Angst und gewinnt Lebensfreude. Je mehr ich mich als Psychotherapeut_in persönlich für dieses Thema öffne, desto eher werden Klient_innen es anzusprechen wagen und desto eher kann ich hilfreich sein.
                   
Methoden: Theorie, Beispiele aus der Praxis, Selbsterfahrungselemente

Anita Natmeßnig
Systemische Familientherapeutin, Evangelische Theologin, Fortbildung in Hypnose, Lehrtätigkeit, Filmemacherin, Autorin

Ort ÖAS Wien
Datum 26.-27.06.2020 , 15 Einheiten (à 45 min) Fr 17.00 – 21.00 Uhr, Sa 9.00 – 18.30 Uhr
Kosten

€ 200,- für ÖAS-Student_innen
€ 215,- für ÖAS-Mitglieder
€ 230,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS