KONZEPTION DER AUSBILDUNG

Wir bemühen uns um ein respektvolles Lernklima, in dem jede/r mit seiner/ihrer Art des Lernens Platz finden, sich einbringen und in Richtung psychotherapeutischer Kompetenz vorankommen kann. Bei der Vermittlung von Theorie und therapeutischen Praktiken wird eine Vielzahl von didaktischen Methoden eingesetzt, um die Lerninhalte auf unterschiedlichen Ebenen und Weisen erfahrbar zu machen und um die Herausbildung des eigenen psychotherapeutischen Stils innerhalb der systemischen Ausrichtung zu fördern.

 

Der erste Abschnitt dient der Übersicht und der Erlernung der wichtigsten Konzepte und Praktiken im Feld. Ziel ist, eine fundierte psychotherapeutische Haltung und Identität zu erwerben und Handwerkszeug zu erlangen, um Psychotherapien durchführen zu können. Da wir systemisches Lernen als dialogischen Prozess verstehen, werden wir alle Student_innen einladen, folgende Lernhaltung einzunehmen:

 

o Experimentierfreudigkeit und Neugierde
o Sich einlassen auf psychotherapeutisches Tun vor anderen
o Viele Wege zu suchen und anzunehmen, nicht nur einen Stil zu finden
o Rückfragen, Hinterfragen, Fragen (an uns, an andere und an sich selbst)
o Offenheit im Umgang mit der vorgestellten Theorie
o Einbringen eigener Kompetenzen, Anliegen und Zweifel
o Eigenständige Literaturerarbeitung und Diskutieren wichtiger Aspekte therapeutischen Handelns und Verstehens und der Profession insgesamt

 

Im Zentrum der Ausbildung steht die Vermittlung einer therapeutischen Haltung, die vor allem gekennzeichnet ist durch:

 

o Reflexion der Motive und Absichten der Therapeut_in und Klient_in
o Offenheit, sich auf Klient_innen und Helfersysteme einzustellen
o Fokussierung auf die Anliegen und Lebenskenntnisse und Kompetenzen der Klient_innen.
o Bereitschaft zur Selbstreflexion und Akzeptanz von Vielfalt
o Respektvolle Kommunikation über individuelle, sich auch voneinander unterscheidende und widersprüchliche Erfahrungen anderer Menschen, Vorgehensweisen und Theorien.

Die Ausbildung soll zur therapeutischen Arbeit mit Einzelpersonen, Paaren, Kindern, Familien, Angehörigen und mit Helfersystemen in vielfältigen Settings und Rahmenbedingungen befähigen.